Pflegebedürftigkeit

Zwei Hände auf dem Herz
Kategorien: Finanzielle und rechtliche Aspekte, Pflege

Einleitung

Pflegebedürftigkeit, ein Thema, das in unserer Gesellschaft oft missverstanden und unterschätzt wird, betrifft eine zunehmend große Anzahl von Menschen. Unter Pflegebedürftigkeit versteht man den Zustand, in dem Personen aufgrund von gesundheitlichen Beeinträchtigungen in ihrer Selbstständigkeit eingeschränkt sind und somit Hilfe benötigen. Diese Unterstützung kann sich auf verschiedene Lebensbereiche beziehen, von der Bewältigung alltäglicher Aufgaben bis hin zur intensiven Betreuung. Dabei ist es ein weit verbreiteter Irrglaube, dass Pflegebedürftigkeit ausschließlich ältere Menschen oder solche mit schweren körperlichen Beeinträchtigungen betrifft. Tatsächlich können auch Menschen mit geringeren Einschränkungen, wie Probleme bei der Mobilität oder Sehkraft, pflegebedürftig sein.

In diesem Artikel werden wir das Thema Pflegebedürftigkeit in Österreich eingehend beleuchten. Wir werden sie definieren und erklären, welche Kriterien zur Bestimmung herangezogen werden, und wie das österreichische Gesundheitssystem darauf ausgerichtet ist, Unterstützung zu leisten. Darüber hinaus werden wir die verschiedenen Pflegestufen und die damit verbundenen Leistungen in Österreich erörtern. Unser Ziel ist es, das Bewusstsein für die unterschiedlichen Aspekte der Pflegebedürftigkeit zu schärfen und die Bedeutung einer frühzeitigen Anerkennung und Inanspruchnahme von Hilfe hervorzuheben.

Was versteht man als Pflegebedürftigkeit?

Pflegebedürftig sind Personen, die gesundheitlich bedingte Beeinträchtigungen der Selbstständigkeit oder der Fähigkeiten aufweisen und deshalb der Hilfe durch andere bedürfen. Das ist so weit auch einleuchtend und leicht verständlich, allerdings ist der Pflegebegriff als solches oft negativ assoziiert und wird oft falsch verstanden. Viele Menschen denken, dass er nur auf Leute zutrifft, die ganz und gar auf die Hilfe anderer angewiesen sind. Dabei sind Betroffene mit kleineren Einschränkungen der Mobilität, Sehkraft oder psychischer Beeinträchtigung ebenfalls pflegebedürftig. Auch sie brauchen Unterstützung im Alltag. Eine Pflegekraft kann beispielsweise den Einkauf übernehmen oder im Haushalt unterstützen. [1]

Auf dem Bild ist eine junge und alte Frau zu sehen.

Wann gilt man als Pflegebedürftig?

In Österreich wird eine Pflegebedürftigkeit anhand der monatlichen Stunden an Pflegebedarf gemessen. Dieser wird von Ärzt:innen oder einer qualifizierten Pflegekraft festgelegt.

Das Abgeben der Selbstständigkeit und das Annehmen von Hilfe fällt den meisten Leuten besonders schwer. Wenn zusätzlich zum Alter auch die Leiden mehr werden, stehen Menschen  vor einem Problem. Sie wissen oft nicht, dass das österreichische Gesundheitssystem darauf ausgelegt ist, ihnen unter die Arme zu greifen. Zudem vergessen sie, dass Pflegebedürftigkeit sich nicht sofort auf den umgangssprachlich negativ assoziierten Begriff Pflegefall bezieht.

Genau diese Schwere ist es, die bei vielen der Betroffenen und Angehörigen für Verunsicherung sorgt. Bei den meisten älteren Mitbürger:innen stellt sich die Pflegebedürftigkeit nicht über Nacht ein, sondern erst mit zunehmender Zeit langsam ein. Es beginnt vielleicht mit kleineren Dingen wie Einkaufen oder Saubermachen und weitet sich dann immer mehr auf andere Alltagsbereiche aus. Obwohl viele ältere Menschen bereits pflegerische Hilfe benötigen würden, fällt es ihnen umso schwerer sich dies einzugestehen.

Insbesondere wenn Angehörige bereits kleinere Aufgaben wie das Einkaufen übernehmen, sehen Senior:innen oftmals keine Notwendigkeit, eine externe Hilfestellung zu beantragen. In vielen Fällen ist es auch die fälschliche Angst vor dem “Heim” (damit ist der Einzug in eine Pflegeeinrichtung gemeint), die die Betroffenen auf außenstehende Hilfe verzichten lassen. Mit einem Pflegedienst und der Pflegebedürftigkeit wird allzu oft das Pflegen im Bett verbunden. Dabei handelt es sich auch um kleinere, alltägliche Dinge. Ab einem gewissen Alter gehen sie nicht so leicht oder gar nicht mehr von der Hand. Haare waschen, Nägel schneiden oder andere Körperpflege sind mit schlechter werdenden Augen oder unruhigen Händen eine Herausforderung. Zudem besteht meist auch die Hemmschwelle, eine fremde Person in ihren privatesten Bereich zu lassen. Deshalb bedarf die Situation der Pflegebedürftigkeit von allen Beteiligten ein hohes Maß an Sensibilität und Empathie.

Die Pflege zum Erhalt der Sebstbestimmheit

Eine professionelle Betreuung wird immer versuchen, so viel der Selbstständigkeit zu erhalten wie möglich. Sie zielt darauf ab einer Verschlechterung der Situation vorzubeugen. Wer also rechtzeitig Unterstützung annimmt, kann länger selbstbestimmt leben. Entscheidet sich eine betroffene Person Hilfe anzunehmen, so gibt es meist einige Fragen: Wo beantrage ich Unterstützung? Wovon wird die Pflegestufe abhängig gemacht? Was steht mir zu? Welcher Pflegedienst ist der richtige?

Vorab die Kriterien, nach der die Einschätzung der Pflegebedürftigkeit aufgeteilt wird. Der Fragebogen richtet sich nach diesen sechs Aspekten. Es entsteht immer dann eine Pflegebedürftigkeit, wenn eine Beeinträchtigung vorliegt. Die Höhe der Pflegestufe richtet sich nach dem Ausmaß, in dem diese Tätigkeiten noch selbstständig erledigt werden können. Im Folgenden also die Aspekte der Begutachtungen und deren Bedeutung.

Wie können Sie Pflegebedürftigkeit erkennen?

In Bezug auf die Erkennungsmerkmale einer Pflegebedürftigkeit gibt es europaweit einheitliche Richtlinien:

Mobilität [2]

  • Positionswechsel im Bett
  • Halten einer stabilen Sitzposition
  • Umsetzen
  • Fortbewegen innerhalb des Wohnbereichs
  • Treppensteigen

Kognitive und kommunikative Fähigkeiten [2]

  • Erkennen von Personen aus dem näheren Umfeld
  • Örtliche/zeitliche Orientierung
  • Erinnern an wesentliche Ereignisse oder Beobachtungen
  • Steuerung von Alltagshandlungen
  • Treffen von Entscheidungen im Alltagsleben
  • Verstehen von Sachverhalten und Informationen
  • Erkennen von Risiken und Gefahren
  • Mitteilen von elementaren Bedürfnissen
  • Verstehen von Aufforderungen
  • Beteiligen an einem Gespräch

Verhaltensweisen und psychische Problemlagen [2]

  • Motorisch geprägte Verhaltensauffälligkeiten
  • Nächtliche Unruhe
  • Selbstschädigendes und autoaggressives Verhalten
  • Beschädigen von Gegenständen
  • Physisch aggressives Verhalten gegenüber anderen Personen
  • Verbale Aggression
  • Abwehr pflegerischer und anderer unterstützender Maßnahmen
  • Wahnvorstellungen, Ängste, Antriebslosigkeit bei depressiver Stimmungslage
  • Sozial inadäquate Verhaltensweisen

Selbstversorgung [2]

  • Waschen des vorderen Oberkörpers
  • Körperpflege im Bereich des Kopfes
  • Waschen des Intimbereichs
  • Duschen und Baden einschließlich Waschen der Haare
  • An- und Auskleiden des Oberkörpers und Unterkörpers
  • Mundgerechtes Zubereiten der Nahrung und Eingießen von Getränken
  • Essen, Trinken
  • Benutzen einer Toilette oder eines Toilettenstuhls
  • Bewältigen der Folgen einer Harninkontinenz und Umgang mit Dauerkatheter und Urostoma
  • Bewältigen der Folgen einer Stuhlinkontinenz und Umgang mit Stoma
  • Ernährung parenteral oder über Sonde

Bewältigung von und selbständiger Umgang mit krankheits- oder therapiebedingten Anforderungen und Belastungen [2]

  • In Bezug auf Medikation, Injektionen, Versorgung intravenöser Zugänge, Absaugen und Sauerstoffgabe
  • In Bezug auf Verbandswechsel und Wundversorgung, Versorgung mit Stoma, regelmäßige Einmalkatheter legen und Nutzung von Abführmethoden
  • In Bezug auf zeit- und technikintensive Maßnahmen in häuslicher Umgebung, Arztbesuche, Besuche anderer medizinischer oder therapeutischer Einrichtungen
  • In Bezug auf das Einhalten einer Diät oder anderer krankheits- oder therapiebedingter Verhaltensvorschriften

Gestaltung des Alltagslebens und sozialer Kontakte [2]

  • Gestaltung des Tagesablaufs und Anpassung an Veränderungen
  • Ruhen und Schlafen
  • Vornehmen von in die Zukunft gerichteten Planungen
  • Interaktion mit Personen im direkten Kontakt
  • Kontaktpflege zu Personen außerhalb des direkten Umfelds

Wie hängen Pflegestufen mit Pflegebedürftigkeit zusammen?

Pflegestufen hängen mit der Pflegebedürftigkeit insofern zusammen, dass Pflegestufen eine Einteilung einer allfälligen Pflegebedürftigkeit bieten. Die Pflegestufe wird von Ärzt:innen oder qualifizierten Pflegekräften begutachtet und bestimmt.

Wenn man zu dem Schluss gekommen ist, dass eine Bedürftigkeit besteht, sollten folgende Schritte eingeleitet werden:

  1. Anfrage beim Pensionsversicherungsträger (Österreich)
  2. Beratung
  3. Begutachtung
  4. Beauftragung einer Pflegekraft
  5. Im Zuge der Begutachtung wird festgestellt, in welche Pflegestufe eine Person eingeteilt werden soll und in welchem Umfang das Hilfsangebot gestaltet werden sollte.

Kann man ohne eine Pflegestufe pflegebedürftig sein?

Der Begriff der Pflegebedürftigkeit gilt auch für Leute, die noch keine Pflegestufe beantragt haben. Es gibt unzählige Menschen, deren Lebenssituation eine Pflegebedürftigkeit aufweist. Der Unterschied: Anspruch auf eine finanzielle staatliche Förderung hat man nur, wenn man eine Pflegestufe hat.

Welche Pflegeleistungen stehen Ihnen zu?

In Österreich haben Personen mit Pflegebedarf einen Anspruch auf Pflegegeld. Um Pflegegeld zu bekommen, müssen ein Antrag gestellt werden. Darauffolgend wird bei einer Begutachtung durch Ärzt:innen oder qualifizierte Pflegefachkräfte die Pflegestufe bestimmt. Gemessen wird dieser anhand der Stunden, welche die pflegebedürftige Person im Monat an Pflege bedarf.

  • Pflegestufe 1: Mehr als 65 Stunden Pflegebedarf im Monat [3]
  • Pflegestufe 2: Mehr als 95 Stunden Pflegebedarf im Monat [3]
  • Pflegestufe 3: Mehr als 120 Stunden Pflegebedarf im Monat [3]
  • Pflegestufe 4: Mehr als 160 Stunden Pflegebedarf im Monat [3]
  • Pflegestufe 5: Mehr als 180 Stunden Pflegebedarf im Monat, wenn ein außergewöhnlicher Pflegeaufwand erforderlich ist [3]
  • Pflegestufe 6: Mehr als 180 Stunden Pflegebedarf im Monat und zeitlich nicht planbare Betreuungsmaßnahmen oder dauernde Anwesenheit einer Pflegeperson notwendig [3]
  • Pflegestufe 7: Mehr als 180 Stunden Pflegebedarf im Monat und keine zielgerichtete Bewegung der Arme und Beine möglich [3]

Auf dem Bild ist eine Wanduhr zu sehen.

Je nach Pflegestufe wird sodann ein Geldbetrag direkt an die pflegebedürftige Person ausgezahlt. Dabei dient das Pflegegeld zur teilweisen Deckung der Kosten der Pflegeleistungen.

Welche Ursachen gibt es für Pflegebedürftigkeit?

Die Ursachen für eine Pflegebedürftigkeit können sehr vielseitig sein. Allerdings sind die häufigsten Auslöser Altersbeschwerden, chronische Erkrankungen oder andere Krankheiten oder Unfälle. Oftmals kommen auch mehrere Faktoren zusammen.

Festzuhalten ist, dass es nicht nur ältere Menschen betrifft, sondern es gibt auch Kinder und Jugendliche, die besondere Pflege benötigen.

Welche Krankheiten können zur Pflegebedürftigkeit führen?

Grundsätzlich kann jede Krankheit, die eine gesundheitlich bedingte Beeinträchtigung mit sich zieht, folglich auch zu einer Pflegebedürftigkeit führen.

Wo können Sie sich einen Antrag auf Pflegebedürftigkeit stellen?

In Österreich muss der Antrag bei dem Pensionsversicherungsträger eingereicht werden. Das Prozedere für die Einstufung verhält sich in beiden Ländern wieder gleich. Dem Antrag folgt ein Beratungsangebot und diesem dann die Begutachtung.

Bei welchen Stellen erhalten Sie Beratung? 

In Österreich ist das Beratungsangebot nicht gesetzlich geregelt, aber auch hier gibt es mehrere Stellen, an die sich die Betroffenen wenden können. Beispielsweise die Arbeiterkammer, gemeinnützige Vereine wie die Caritas oder das Hilfswerk, Pflegedienste und Einrichtungen bieten in der Regel auch kostenlose, unverbindliche Erstgespräche und Analysen an.

Beratungszentren des Fonds Soziales Wien stehen ebenfalls wie das Sozialministerium für Auskünfte zur Verfügung. Auch in Österreich ist die Beratung seit der Pflegereform 2022 ein Leistungsanspruch, aber es ist noch ein langer Weg, bis sie in der Praxis als verordnungsfähige Leistung angewendet wird.

Wie wird Pflegebedürftigkeit ermittelt? 

In Österreich kann dies durch Ärzt:innen oder professionelle Pflegekräfte geschehen. Durch Befragungen und Untersuchung wird dann ermittelt, in welche Pflegestufe eine Person eingeteilt werden soll.

Welche Pflegeoptionen stehen für pflegebedürftige Personen zur Verfügung?

Die Pflege kann häuslich, ambulant und stationär erfolgen. Dementsprechend kann sie von Angehörigen, Fachkräften eines Pflegedienstes oder Betreuer:innen einer Pflegeeinrichtung durchgeführt werden.

Mit welchen Kosten kann Pflegebedürftigkeit verbunden sein?

Die Kosten einer Pflegebedürftigkeit ergeben sich aus Pflege, Betreuung und Sachgegenstände, die bei der Alltagsbewältigung helfen (Hilfsmittel, Hygiene, Umbauten etc.). Angenommen, die Wohnung ist nicht barrierefrei und muss umgebaut werden, müssen diese Kosten ebenfalls eingeplant werden. Allerdings können auch Dinge wie der Friseurbesuch, Nagelpflege oder andere Hygienehilfen als Sachleistungen gerechnet werden.

Das durch die Pflegestufe zustehende Pflegegeld ist nicht zweckgebunden und kann für alle aufkommenden Leistungen eingesetzt werden.

Zusammenfassend ist die Pflegebedürftigkeit ein Thema, dass von allen Beteiligten viel Einfühlungsvermögen abverlangt. Wer sich aber genauer mit dem Thema befasst und versucht, die Lage sachlich und weniger emotional anzugehen, wird feststellen, dass es in Österreich viele Möglichkeiten gibt, um Menschen mit Pflegebedarf zu unterstützen.

User Auf dem Bild sind zwei Hände zu sehen, die gerade dabei sind, Geld zu tauschen.

FAQ

1. Was versteht man unter Pflegebedürftigkeit?

Pflegebedürftigkeit bezieht sich auf Personen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen, die in ihrer Selbstständigkeit eingeschränkt sind und Hilfe benötigen. Dies umfasst sowohl schwere als auch geringfügige Einschränkungen. [1]

2. Wie wird Pflegebedürftigkeit in Österreich festgestellt?

In Österreich basiert die Feststellung der Pflegebedürftigkeit auf dem monatlichen Pflegebedarf, der von Ärzt:innen oder qualifizierten Pflegekräften bestimmt wird.

3. Welche Pflegeoptionen stehen für pflegebedürftige Personen zur Verfügung?

Pflegebedürftige Personen können häusliche, ambulante oder stationäre Pflege erhalten, die entweder von Angehörigen, Pflegedienst-Fachkräften oder Betreuer:innen in Pflegeeinrichtungen durchgeführt wird.

4. Wie hängen Pflegestufen und Pflegebedürftigkeit zusammen?

Pflegestufen in Österreich bieten eine Einteilung der Pflegebedürftigkeit und werden basierend auf dem individuellen Pflegebedarf bestimmt.

5. Kann man pflegebedürftig sein, ohne eine Pflegestufe zu haben?

Ja, man kann pflegebedürftig sein, auch ohne eine offizielle Pflegestufe. Der Anspruch auf finanzielle Förderung setzt jedoch eine festgelegte Pflegestufe voraus.

6. Welche Unterstützungen und Leistungen stehen pflegebedürftigen Personen in Österreich zu?

Pflegebedürftige in Österreich haben Anspruch auf Pflegegeld, das je nach Pflegestufe variiert und zur Deckung von Pflegeleistungen dient.

Zusammenfassung

Pflegebedürftigkeit, ein oft missverstandenes Thema, betrifft viele Menschen, die aufgrund gesundheitlicher Einschränkungen auf Hilfe angewiesen sind. Diese Unterstützung erstreckt sich über diverse Lebensbereiche, von alltäglichen Aufgaben bis hin zu intensiver Betreuung. Wichtig zu verstehen ist, dass Pflegebedürftigkeit nicht nur ältere Menschen oder Personen mit schweren körperlichen Beeinträchtigungen betrifft, sondern auch jene mit geringeren Einschränkungen.

In Österreich wird Pflegebedürftigkeit anhand des monatlichen Pflegebedarfs bestimmt, wobei Ärzt:innen oder qualifizierte Pflegekräfte diese Einschätzung vornehmen. Viele Betroffene tun sich jedoch schwer, ihre Pflegebedürftigkeit anzuerkennen und Hilfe anzunehmen. Dies wird oft durch die Angst vor dem Verlust der Selbstständigkeit oder die negative Konnotation von Pflegebedürftigkeit erschwert.

Professionelle Betreuung zielt darauf ab, so viel Selbstständigkeit wie möglich zu erhalten und einer Verschlechterung der Situation vorzubeugen. Bei der Anerkennung und Inanspruchnahme von Hilfe ist daher Sensibilität und Empathie gefordert.

Zur Unterstützung stehen in Österreich Pflegegeld und verschiedene Pflegestufen zur Verfügung, deren Höhe sich nach dem individuellen Bedarf richtet. Die Pflege kann häuslich, ambulant oder stationär erfolgen, wobei die Kosten aus Pflege, Betreuung und notwendigen Hilfsmitteln bestehen. Insgesamt erfordert das Thema Pflegebedürftigkeit ein hohes Maß an Verständnis und bietet in Österreich vielfältige Unterstützungsmöglichkeiten für Betroffene.

Quellen:

[1] Müller, J. (2023). Der Begriff der Pflegebedürftigkeit und seine Bedeutung. https://www.pflege.de/pflegende-angehoerige/pflegefall/pflegebeduerftigkeit/ (Abgerufen: 06.12.2023)

 

[2] AOK. (o. D.). Kognitive und kommunikative Fähigkeiten. https://www.aok.de/gp/pflegebeduerftigkeit/begutachtungsinstrument/modul-2 (Abgerufen: 06.12.2023)

 

[3] Österreich.gv.at. (2022). Höhe des Pflegegeldes. https://www.oesterreich.gv.at/themen/soziales/pflege/4/Seite.360516.html (Abgerufen: 06.12.2023)

 

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