ELGA Österreich – Ein Kompakter Überblick

Person sitzt hinter PC und tippt auf Tastatur
Kategorien: Medizinische Versorgung und Therapien, Pflege

Einleitung

In der sich ständig weiterentwickelnden Welt der Technologie hat die Digitalisierung in nahezu allen Bereichen des täglichen Lebens Einzug gehalten – und die Gesundheitsbranche bildet da keine Ausnahme. In den letzten Jahren hat Österreich große Schritte unternommen, um seinen Bürger:innen eine modernisierte und effiziente Gesundheitsversorgung zu bieten. Eines der bedeutendsten Projekte in diesem Zusammenhang ist die Elektronische Gesundheitsakte, auch bekannt als ELGA.

ELGA markiert einen wichtigen Meilenstein in der österreichischen Gesundheitslandschaft, da sie den Patienten, Ärzten und anderen medizinischen Fachkräften einen sicheren und schnellen Zugang zu gesundheitsbezogenen Informationen ermöglicht.

Doch was genau ist ELGA, wie funktioniert sie und welche Auswirkungen hat sie auf das Gesundheitssystem und die Patientenversorgung in Österreich? 

In diesem Artikel werden wir diese Fragen ausführlich beantworten und die verschiedenen Aspekte von ELGA beleuchten, von ihrer Funktionsweise über ihre Vor- und Nachteile bis hin zu ihrer praktischen Anwendung und ihrer Zukunft. 

Das Thema dieses Beitrages ist von großer Bedeutung, da das Gesundheitswesen ein grundlegender Bestandteil unserer Gesellschaft ist. Mit der zunehmenden Digitalisierung wird ELGA immer relevanter und es ist wichtig, dass wir verstehen, wie sie unser Gesundheitssystem konkret beeinflusst und verbessert.

Person sitzt am Tisch und tippt an der Tastatur eines Laptops

Was ist ELGA?

ELGA steht für Elektronische Gesundheitsakte und ist ein System, das in Österreich eingeführt wurde. Ziel dieses Systems ist es, die medizinische Versorgung der ELGA-Teilnehmer (Patienten) zu verbessern, indem ELGA Gesundheitsdiensteanbieter:innen (Ärzt:innen, Krankenhäuser und andere Gesundheitsdienstleister:innen) schnell und einfach Zugang zu wichtigen ELGA-Gesundheitsdaten (Patienteninformationen) gewährt wird. [1]

Dadurch ermöglicht ELGA es medizinischem Personal, wichtige Patienteninformationen wie Diagnosen, Medikamentenverschreibungen, Allergien, Laborergebnisse und Berichte von Krankenhausaufenthalten einzusehen. Diese Daten werden elektronisch gespeichert und können schnell und sicher zwischen verschiedenen medizinischen Einrichtungen ausgetauscht werden. Es ist dabei wichtig zu betonen, dass nur autorisiertes medizinisches Personal Zugang zu diesen Daten hat und die Patient:innen jederzeit entscheiden können, welche Daten in ihrer Akte gespeichert werden und wer Zugang dazu hat. Das System ist so konzipiert, dass es den Datenschutz und die Privatsphäre der Patienten respektiert. [1]

Wie ist ELGA entstanden?

Bereits im Jahr 2005 wurde die Grundlage für die elektronische Gesundheitsakte, kurz ELGA, gelegt, mit dem vorrangigen Ziel, die Effizienz der Gesundheitsversorgung in Österreich zu steigern und zugleich eine sicherere und qualitativ bessere Betreuung von Patient:innen zu erreichen.

Der Entwicklungsprozess von ELGA erstreckte sich über mehrere Jahre und fand in Kooperation mit der österreichischen Regierung, Gesundheitsdienstleistern sowie IT-Fachkräften statt. Die offizielle Implementierung von ELGA wurde im Dezember 2012 durch das ELGA-Gesetz markiert, welches die rechtlichen Grundlagen für die Einführung und den Betrieb des Systems schuf. Die komplette Implementierung des Systems wurde allerdings erst im Jahr 2015 realisiert. [1]

Das System wurde schrittweise eingeführt, beginnend mit der Verfügbarkeit von Entlassungsbriefen und Laborberichten. Mit der Zeit wurde ELGA erweitert, um weitere wichtige Gesundheitsinformationen wie Röntgenbilder und Medikamentenverschreibungen aufzunehmen. 

Trotz anfänglicher Bedenken hinsichtlich des Datenschutzes und der Datensicherheit, wurde ELGA im Laufe der Jahre von Ärzt:innen und Patient:innen weitgehend angenommen. Es hat sich als wertvolles Werkzeug erwiesen, das dazu beiträgt, die Kommunikation zwischen Ärzt:innen zu verbessern, redundante Untersuchungen zu vermeiden und eine umfassendere Betreuung der Patient:innen zu ermöglichen. 

Heute ist ELGA ein fest etablierter Bestandteil des österreichischen Gesundheitssystems und wird kontinuierlich verbessert und erweitert, um den Anforderungen einer sich ständig weiterentwickelnden medizinischen Landschaft gerecht zu werden.

Ein Stapel unterschiedlicher Patientenakten

Welche Technologie steckt hinter ELGA?

Die Elektronische Gesundheitsakte (ELGA) ist ein komplexes und fortgeschritteneres System, das auf der Integration mehrerer Technologien beruht, um einen nahtlosen und sicheren Austausch von Gesundheitsinformationen zu ermöglichen. Dieses System nutzt sowohl aktuelle Technologie-Trends, als auch Standards, um eine hochsichere und interoperable Plattform bereitzustellen. 

ELGA ist eine Webanwendung, die auf einer serviceorientierten Architektur (SOA) basiert. Die SOA bietet die Möglichkeit, verschiedene unabhängige Systeme und Anwendungen in einem einzigen Netzwerk zu integrieren. Dies ermöglicht es ELGA, Daten von verschiedenen Gesundheitsdienstleistern wie Krankenhäusern, Apotheken und Arztpraxen zu sammeln und zu speichern. [3]

Für den Datenaustausch und die Interoperabilität verwendet ELGA international anerkannte Standards wie HL7 (Health Level Seven) und IHE (Integrating the Healthcare Enterprise). Diese Standards gewährleisten, dass die Daten unabhängig vom verwendeten System oder der Anwendung korrekt interpretiert und genutzt werden können. Darüber hinaus erlauben diese Standards auch den sicheren Austausch von Gesundheitsinformationen über verschiedene Institutionen und geografische Grenzen hinweg. [3] 

Zum Schutz der sensiblen Gesundheitsdaten verwendet ELGA mehrere Sicherheitsmaßnahmen. Dazu zählen bewährte Methoden wie Verschlüsselung, sichere Identifizierung und Authentifizierung, Zugriffssteuerung und Auditprotokolle. Alle Daten, die durch das System übertragen werden, sind verschlüsselt, um sie vor unbefugtem Zugriff zu schützen. Ausschließlich autorisierte Benutzer:innen mit einer elektronischen Signatur und einem gültigen Zugriffsschlüssel können auf die Daten zugreifen. Die Zugriffsprotokolle ermöglichen es außerdem, alle Aktivitäten im System zu verfolgen und ungewöhnliche Aktivitäten frühzeitig zu erkennen und zu melden. [3]

Ein weiterer wesentlicher Aspekt der ELGA-Technologie ist die Einbeziehung von Patient:innen in die Kontrolle ihrer eigenen Gesundheitsdaten. Jeder:e Patient:in hat die Möglichkeit, auf seine oder ihre eigene elektronische Gesundheitsakte zuzugreifen und zu kontrollieren, welche Gesundheitsdienstleister:innen Zugang zu seinen Informationen haben. Dies wird wiederum durch eine sichere Patientenidentifizierung und Zugriffskontrolle gewährleistet. [3]

Insgesamt ist die Technologie hinter ELGA ein komplexes Zusammenspiel verschiedener Systeme und Lösungen, das auf die Aspekte Interoperabilität, Sicherheit und Patientenbeteiligung abzielt. 

Nahaufnahme der Hand einer Person, die eine Laptop-Maus klickt

Was sind die Vorteile von ELGA?

Die Einführung der Elektronischen Gesundheitsakte (ELGA) in Österreich bietet erhebliche Vorteile, darunter verbesserte Patientensicherheit und -Versorgung sowie gesteigerte Effizienz im Gesundheitssystem. ELGA ermöglicht Ärzt:innen den Zugriff auf vollständige und aktuelle Gesundheitsinformationen der Patient:innen, was eine umfassendere Betreuung und fundiertere Entscheidungen ermöglicht. Dies trägt zur Reduktion medizinischer Fehler bei und sorgt dafür, dass Patient:innen die bestmögliche Behandlung erhalten [3].

ELGA fördert die Kontinuität der Pflege, indem es neuen Ärzt:innen ermöglicht, schnell die Gesundheitsgeschichte einzusehen, was eine konsistente Versorgung sicherstellt und ungewollte Doppeluntersuchungen verhindert. Die Patientensicherheit wird durch den Zugang zu umfassenden Informationen erhöht, potenzielle Wechselwirkungen zwischen Medikamenten oder Allergien können erkannt werden, um schädliche Behandlungen zu vermeiden [3].

Die Effizienz und Wirtschaftlichkeit des Gesundheitssystems verbessern sich durch den elektronischen Austausch von Informationen, was Zeit und Ressourcen spart und die Systemkosten senken kann. ELGA ermöglicht es Patient:innen zudem, aktiv an ihrer Gesundheitsversorgung teilzunehmen, indem sie Zugang zu ihrer Akte haben und kontrollieren können, wer diese einsehen darf. Diese Transparenz stärkt das Vertrauen in das System und fördert eine aktivere Rolle der Patient:innen [3].

Für die Forschung bietet ELGA Vorteile durch den Zugang zu umfangreichen Gesundheitsdaten, die das Verständnis von Mustern und Trends in der Gesundheitsversorgung verbessern und zur Prävention, Diagnose und Behandlung von Krankheiten beitragen können.

Trotz Datenschutz- und Sicherheitsbedenken sind die Vorteile von ELGA signifikant. Mit adäquaten Sicherheitsmaßnahmen und stetiger Anpassung an die Bedürfnisse der Nutzer:innen kann ELGA die Gesundheitsversorgung in Österreich nachhaltig verbessern [3].

Was sind die Herausforderungen von ELGA?

Die Implementierung und der Betrieb von ELGA in Österreich bringen vielfältige Herausforderungen mit sich, die von technischen und organisatorischen Problemen bis hin zu rechtlichen und ethischen Fragen reichen.

Datenschutz und Datensicherheit sind von zentraler Bedeutung, da Gesundheitsinformationen extrem sensibel sind. ELGA nutzt daher Sicherheitsmaßnahmen wie Verschlüsselung und Zugriffssteuerung, um Daten zu schützen. Trotzdem besteht das Risiko von Datenschutzverletzungen, was ständige Wachsamkeit und Verbesserungen der Sicherheitsvorkehrungen erfordert [3].

Interoperabilität stellt eine weitere Herausforderung dar. ELGA muss mit diversen Systemen und Anwendungen verschiedener Gesundheitseinrichtungen kommunizieren können. Obwohl internationale Standards wie HL7 und IHE genutzt werden, ist die Integration dieser Systeme oft komplex und erfordert kontinuierliche Koordination [3].

Organisatorische und kulturelle Herausforderungen betreffen die Einführung von ELGA, die Änderungen in Arbeitsabläufen und Praktiken der Gesundheitsdienstleister erfordert. Diese Änderungen können auf Widerstand stoßen und erfordern sorgfältige Planung und Unterstützung, um die Akzeptanz und das Vertrauen der Patienten zu gewinnen. Bedenken bezüglich der Speicherung von Gesundheitsinformationen in einem elektronischen System müssen ernst genommen werden.

Rechtliche Rahmenbedingungen bilden ebenfalls eine Herausforderung. Das ELGA-Gesetz schafft einen rechtlichen Rahmen, doch es ergeben sich regelmäßig neue Fragen und Unklarheiten, besonders im Datenschutz- und Sicherheitsbereich. Gesetzliche Bestimmungen müssen fortlaufend aktualisiert werden, um mit technologischen Entwicklungen und Risiken Schritt zu halten [3].

Trotz dieser Herausforderungen besitzt ELGA das Potenzial, die Gesundheitsversorgung in Österreich signifikant zu verbessern, indem es die Qualität und Sicherheit der Patientenversorgung steigert. Die Überwindung dieser Hindernisse erfordert kontinuierliche Anpassung, Verbesserung und Zusammenarbeit.

Was sind die Zukunftsaussichten von ELGA?

Die Elektronische Gesundheitsakte (ELGA) markiert einen entscheidenden Schritt zur Digitalisierung des Gesundheitswesens in Österreich. Trotz Herausforderungen wie Datenschutz und Interoperabilität bietet ELGA bedeutende Verbesserungspotenziale für die Gesundheitsversorgung. Im Fokus stehen die fortlaufende technologische und sicherheitstechnische Verbesserung, einschließlich fortschrittlicher Verschlüsselung und starker Authentifizierungsverfahren, um ELGA effektiv und vertrauenswürdig zu gestalten. Die Anpassung an rechtliche Rahmenbedingungen ist ebenso wichtig, um Datenschutz zu garantieren und Patient:innenvertrauen zu stärken.

Eine zukünftige engere Integration mit internationalen e-Health-Systemen könnte die Patient:innenmobilität unterstützen und den grenzüberschreitenden Informationsaustausch erleichtern. Dies erfordert eine sorgfältige Koordination und Anpassung an globale Standards.

Die Einbeziehung der Patient:innen in ihre Gesundheitsversorgung ist ein weiterer Kernpunkt. ELGA ermöglicht bereits den Zugriff auf die eigene Gesundheitsakte und kontrolliert den Informationszugang. Perspektivisch könnte ELGA erweitert werden, um den Patient:innen noch mehr Kontrolle über ihre Daten zu geben, einschließlich der Integration von Gesundheits-Apps und Wearables sowie der Möglichkeit, eigene Informationen hinzuzufügen und die Kommunikation mit Gesundheitsdienstleister:innen zu verbessern.

Die Nutzung von ELGA-Daten für Forschungszwecke bietet erhebliche Chancen zur Verbesserung von Prävention, Diagnose und Behandlung durch den Zugang zu umfangreichen Gesundheitsdaten. Wichtig ist, dass Forschungsaktivitäten den Datenschutzbestimmungen folgen und das Patient:innenvertrauen nicht gefährden.

Welche elektronischen Gesundheitsakten (EHRs) wurden neben ELGA im DACH-Raum ausgerollt?

Die Digitalisierung des Gesundheitswesens ist ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung in vielen Ländern, und die Einführung von elektronischen Gesundheitsakten (auch bekannt als EHRs nach dem englischen Begriff “Electronic Health Record”) ist ein zentraler Bestandteil dieses Prozesses. In den DACH-Ländern (Deutschland, Österreich und der Schweiz) gibt es bereits verschiedene EHR-Systeme, die jeweils ihre eigenen Stärken und Herausforderungen haben. 

In Deutschland wurde die elektronische Patientenakte (ePA) eingeführt, die ähnlich wie ELGA in Österreich funktioniert. Mit der ePA können Patient:innen ihre medizinischen Daten digital speichern und Gesundheitsdienstleister:innen zur Verfügung stellen. Die ePA wird von den gesetzlichen Krankenversicherungen angeboten und ist seit 2021 für alle Versicherten verfügbar. Die Nutzung der ePA ist freiwillig und der Patient hat die Kontrolle über seine Daten. Allerdings gab es auch Kritik an der ePA, insbesondere in Bezug auf Datenschutz und Datensicherheit. [4] Hier können deutliche Parallelen zur Kritik an ELGA gezogen werden. 

In der Schweiz gibt es das elektronische Patientendossier (EPD), das ebenfalls die zentrale Speicherung und den Austausch von Gesundheitsdaten ermöglicht. Das EPD ist seit 2020 für alle Einwohner der Schweiz verfügbar und wird von zertifizierten Gemeinschaften von Gesundheitseinrichtungen (z.B. Krankenhäusern) angeboten. Die Nutzung des EPD ist freiwillig und der:e Patient:in hat ebenfalls die Kontrolle über seine Daten. Im Gegensatz zu Deutschland und Österreich betreibt die Schweiz jedoch ein föderalistisches Gesundheitssystem, was die Implementierung und den Betrieb des EPD etwas komplexer gestaltet. [5]

Ein direkter Vergleich der EHR-Systeme in den DACH-Ländern zeigt einige Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede. Alle drei Länder haben die Patientenautonomie und den Datenschutz als zentrale Prinzipien in ihre EHR-Systeme integriert und die Nutzung der EHRs ist freiwillig. Bei der Implementierung und dem Betrieb der EHR-Systeme gibt es jedoch Unterschiede, die auf die unterschiedlichen Gesundheitssysteme und rechtlichen Rahmenbedingungen in den einzelnen Ländern zurückzuführen sind. 

Tisch mit Tastatur, Stiften, Lesebrille und Notizblock

Begriffserklärungen (alphabetisch geordnet) 

Cyberangriff

Ein Cyberangriff, ausgeführt von Individuen oder Gruppen, zielt darauf ab, unerlaubten Zugriff auf oder Schaden an Computern und Netzwerken zu verursachen. Die Folgen können finanzielle Verluste, Betriebsstörungen und den Verlust von Vertrauen umfassen. Schutzmaßnahmen sind daher essentiell, inklusive Sicherheitssoftware und bewährten Praktiken im Umgang mit digitalen Daten.

E-Health 

E-Health umfasst den Einsatz von IT in der Gesundheitsversorgung, von elektronischen Patientenakten bis zu Gesundheits-Apps. Es bietet Effizienz- und Zugänglichkeitsvorteile, stellt aber auch Herausforderungen dar, insbesondere bezüglich Datenschutz und Datensicherheit.

  • Elektronische Patientenakten (EHRs) 
  • Telemedizin (Link zum Telemedizin SEO-Artikel) 
  • Mobile Gesundheits-Apps 
  • Künstliche Intelligenz in der Medizin 

Elektronische Gesundheitsakte (EHR) 

EHRs sind digitale Versionen der Patientenakte, die Gesundheitsinformationen wie medizinische Historie und Laborergebnisse enthalten. Sie ermöglichen schnellen Zugang zu Patienteninformationen, verbessern die Versorgung und tragen zur Identifizierung und Vermeidung medizinischer Fehler bei.

HL7 Standard 

HL7 ist ein internationaler Standard für den Austausch elektronischer Gesundheitsinformationen, der die Interoperabilität zwischen verschiedenen Gesundheitssystemen fördert, um eine effiziente und konsistente Datenübermittlung zu gewährleisten.

IHE Standard 

IHE fördert die Interoperabilität im Gesundheitswesen durch “Integration Profiles”, die als Anleitungen für den Einsatz bestehender Standards dienen, um spezifische Informationsaustauschanforderungen zu erfüllen.

Wearables 

Wearables, tragbare elektronische Geräte, unterstützen die Überwachung von Gesundheit und Fitness. Dazu gehören:

  • Fitness-Tracker: Messen Aktivitäten wie Schritte und Schlaf.
  • Smartwatches: Diese Geräte sehen aus wie normale Uhren, haben aber viele zusätzliche Funktionen. Sie können Anrufe tätigen und Nachrichten senden, Apps verwenden, Ihre Fitness verfolgen und manchmal sogar Musik abspielen. Einige Smartwatches können auch Gesundheitsdaten messen, wie Ihre Herzfrequenz oder Ihren Blutzuckerspiegel. 
  • Smart-Glasses: Diese Brillen haben kleine Displays, die Informationen direkt in Ihr Sichtfeld einblenden können. Sie können Ihnen Navigationsanweisungen geben, Ihnen Nachrichten oder Benachrichtigungen anzeigen und manchmal sogar Fotos oder Videos aufnehmen. 

FAQ

1. Was ist ELGA und wofür steht sie?

ELGA steht für “Elektronische Gesundheitsakte” und ist ein System, das in Österreich implementiert wurde, um die medizinische Versorgung zu verbessern. Es ermöglicht Gesundheitsdiensteanbieter:innen schnellen Zugang zu wichtigen Patientendaten, um eine umfassende und effiziente Patientenversorgung zu gewährleisten.

2. Wie entstand ELGA?

Die Grundlage für ELGA wurde 2005 gelegt, mit dem Ziel, die Effizienz und Qualität der Gesundheitsversorgung in Österreich zu steigern. Der Entwicklungsprozess erfolgte in Zusammenarbeit mit der österreichischen Regierung, Gesundheitsdienstleistern und IT-Fachkräften. Die offizielle Einführung fand 2012 statt, die vollständige Implementierung wurde 2015 erreicht.

3. Welche Technologien werden in ELGA verwendet?

ELGA basiert auf einer serviceorientierten Architektur (SOA) und nutzt internationale Standards wie HL7 und IHE für den Datenaustausch und die Interoperabilität. Sicherheitsmaßnahmen wie Verschlüsselung und Zugriffssteuerung schützen die sensiblen Gesundheitsdaten.

4. Welche Vorteile bietet ELGA?

ELGA verbessert die Patientensicherheit und -Versorgung durch den schnellen Zugriff auf aktuelle Gesundheitsinformationen. Es fördert die Kontinuität der Pflege, reduziert medizinische Fehler und Doppeluntersuchungen und steigert die Effizienz des Gesundheitssystems. Patienten können aktiv ihre Gesundheitsdaten verwalten, was das Vertrauen in das System stärkt.

5. Welche Herausforderungen gibt es bei ELGA?

Herausforderungen umfassen Datenschutz und Datensicherheit, Interoperabilität mit verschiedenen Systemen, organisatorische und kulturelle Anpassungen sowie rechtliche Rahmenbedingungen. Ständige Anpassungen und Verbesserungen sind erforderlich, um diese Herausforderungen zu bewältigen.

6. Wie sieht die Zukunft von ELGA aus?

Die Zukunft von ELGA umfasst kontinuierliche technologische und sicherheitstechnische Verbesserungen, eine engere Integration mit internationalen e-Health-Systemen, eine stärkere Einbeziehung der Patienten in ihre Gesundheitsversorgung und die Nutzung von Daten für Forschungszwecke, um Prävention, Diagnose und Behandlung von Krankheiten zu verbessern.

Zusammenfassung

Die Elektronische Gesundheitsakte (ELGA) in Österreich bietet durch Digitalisierung verbesserte Gesundheitsversorgung mit sicherem Zugang zu Patientendaten für medizinisches Personal. Seit ihrer Einführung 2015 verbessert ELGA die Effizienz im Gesundheitssystem, fördert die Patientensicherheit und ermöglicht den Austausch kritischer Informationen wie Diagnosen und Medikationspläne. Datenschutz und Patientenprivatsphäre stehen dabei im Fokus. ELGA, unterstützt durch moderne Technologien und Sicherheitsmaßnahmen, ist ein zentraler Teil des österreichischen Gesundheitssystems und zielt auf zukünftige Integrationen und Patientenbeteiligung ab.

Quellen:

[1] Heppner, B. & Mandl, A. (2022). ELGA – Was kann die elektronische Gesundheitsakte? https://www.gesund-informiert.at/gesundheitsthemen/elga (Abgerufen 02.02.2024)

 

[2] Bundesministerium. (o. D.). ELGA. https://www.sozialministerium.at/Themen/Gesundheit/eHealth/ELGA.html (Abgerufen 02.02.2024)

 

[3] Elga.gv.at. (2024). Meine elektronische Gesundheitsakte. Meine Entscheidung! https://www.elga.gv.at/ (Abgerufen 02.02.2024)

 

[4] Bundesministerium für Gesundheit. (o. D.). Die elektronische Patientenakte (ePA). https://www.bundesgesundheitsministerium.de/elektronische-patientenakte.html (Abgerufen 02.02.2024)

 

[5] Bundesamt für Gesundheit BAG: (o. D.). https://www.bag.admin.ch/bag/de/home.html (Abgerufen 02.02.2024)

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