Demenz Vorbeugen

Ein älterer Mann spielt Schach mit jemandem.
Kategorien: Krankheiten, Medizinische Versorgung und Therapien

Einleitung

Demenz, eine fortschreitende Erkrankung des Gehirns, charakterisiert durch Gedächtnisverlust, Verwirrung und Denkbeeinträchtigungen, stellt eine der größten gesundheitlichen und sozialen Herausforderungen unserer Zeit dar. Die wachsende Anzahl von Betroffenen weltweit lenkt die Aufmerksamkeit verstärkt auf die Frage der Vorbeugung. Obwohl bisher keine Heilung für Demenz bekannt ist, unterstreicht die aktuelle Forschung die Bedeutung eines präventiven Ansatzes.

Die Rolle des Lebensstils bei der Prävention von Demenz gewinnt zunehmend an Bedeutung. Faktoren wie regelmäßige körperliche Aktivität, ausgewogene Ernährung, geistige Herausforderungen und soziale Interaktionen können einen erheblichen Einfluss auf das Risiko einer Demenzerkrankung haben. Diese präventiven Strategien zielen darauf ab, die Gesundheit des Gehirns zu erhalten und das Risiko einer Demenz zu verringern.

Neben der Lebensführung ist auch die frühzeitige Erkennung und Behandlung von Krankheiten, die Demenz begünstigen können, sowie die aktive Pflege der geistigen Gesundheit von zentraler Bedeutung. Dieser Text beleuchtet, wie ein proaktiver Ansatz zur Lebensgestaltung und Gesundheitsvorsorge dazu beitragen kann, Demenz vorzubeugen und welche wichtige Rolle jeder Einzelne dabei spielen kann, um seine geistige Vitalität über die Jahre zu erhalten.

Ist eine Vorbeugung gegen Demenz möglich?

Demenz ist eine fortschreitende Erkrankung des Gehirns, die zu Gedächtnisverlust, Verwirrung und Beeinträchtigung der Denkfähigkeit führen kann. Laut einer Schätzung der Österreichischen Alzheimer Gesellschaft beträgt die Anzahl der Menschen mit Demenz in Österreich etwa 100.000 und wird bis 2050 sogar auf über 230.000 steigen. [1] Diese Schätzung basiert auf nationalen und internationalen Studien zur Häufigkeit von Demenzerkrankungen.

Wenig überraschend stellt Demenz somit laut Angaben des Österreichischen Instituts für Angewandte Gesundheitsforschung die zweithäufigste Todesursache in Österreich dar. Obwohl es bisher keine Heilung für Demenz gibt, bestehen tatsächlich zahlreiche Möglichkeiten, das Risiko einer Demenzerkrankung zu verringern oder sogar vorzubeugen.

Ein gesunder Lebensstil, einschließlich regelmäßiger körperlicher Aktivität, einer ausgewogenen Ernährung, sozialen Kontakten und geistigen Herausforderungen, kann helfen, das Demenz-Risiko deutlich zu minimieren. Rauchen sowie Alkoholkonsum sollten vermieden und ein gesunder Blutdruck, Cholesterin- und Blutzuckerspiegel aufrechterhalten werden.

Ebenso ist eine frühzeitige Diagnose und Behandlung von Erkrankungen, die Demenz begünstigen können, wie z.B. Diabetes oder Depressionen, entscheidend. Von großer Wichtigkeit ist es auch, die eigene geistige Gesundheit durch Lernen und Denken aktiv zu fördern und Stress abzubauen. Eine positive Einstellung und eine gute geistige Verfassung können ebenfalls einen positiven Einfluss auf die Gehirngesundheit haben.

Was sind die Risikofaktoren einer Demenz?

Genetische Faktoren haben einen Einfluss auf die Entstehung von Demenz, insbesondere bei bestimmten Formen der Demenz wie der Alzheimer-Krankheit. Etwa 1 % der Demenzfälle sind laut WHO erblich bedingt. [2]

Es gibt zwei wichtige genetische Faktoren, die mit einem erhöhten Risiko für Demenz assoziiert sind: erbliche Faktoren und genetische Mutationen. Erbliche Faktoren können bedeuten, dass eine Person ein höheres Risiko hat, an einer Demenz zu erkranken, wenn jemand in der Familie bereits an einer solchen Krankheit leidet. Genetische Mutationen hingegen können zu einer veränderten Funktion bestimmter Gene führen, was wiederum das Risiko für Demenz erhöhen kann.

Es gibt mehrere Gene, die mit Demenz in Verbindung gebracht werden, darunter das APOE-Gen, das PSEN1- und PSEN2-Gen sowie das APP-Gen. Das APOE-Gen spielt beispielsweise eine wichtige Rolle bei der Regulierung von Cholesterin und anderen Fettstoffen im Gehirn. Es gibt drei verschiedene Formen des APOE-Gens, von denen eine, APOE4, mit einem erhöhten Risiko für Alzheimer-Krankheit assoziiert ist.

Trotz des Einflusses genetischer Faktoren auf die Demenz, sollte man jedoch beachten, dass diese Faktoren das Risiko nicht zwangsläufig in eine Demenzerkrankung münden lassen. Viele Menschen mit erhöhtem genetischem Risiko für Demenz bleiben gesund und erkranken nicht an einer solchen Krankheit. Umgekehrt können auch Menschen ohne erhöhtes genetisches Risiko an Demenz erkranken.

Vielmehr scheint es eine Kombination aus genetischen und nicht-genetischen Faktoren zu sein, die das Risiko für Demenz beeinflussen. Zu den wichtigsten modifizierbaren Risikofaktoren für die Entwicklung einer Demenz zählen:

Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Die kardiovaskuläre Gesundheit hat einen großen Einfluss auf die kognitive Funktion und das Risiko für Demenz. Es gibt eine enge Verbindung zwischen Herzerkrankungen, Bluthochdruck, hohem Cholesterinspiegel und kognitiven Störungen.

Eine schlechte kardiovaskuläre Gesundheit kann dazu führen, dass das Gehirn nicht ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt wird, was zu einer Beeinträchtigung seiner Funktionen führt. Dies kann insbesondere bei älteren Menschen, die eine höhere Anfälligkeit für kardiovaskuläre Erkrankungen haben, zu kognitiven Beeinträchtigungen führen.

Ein hoher Blutdruck kann zu einer Schädigung der kleinen Blutgefäße im Gehirn führen, was wiederum zu einer Beeinträchtigung der kognitiven Funktionen führt. Auch ein hoher Cholesterinspiegel kann dazu führen, dass sich Ablagerungen in den Blutgefäßen bilden, die den Blutfluss zum Gehirn beeinträchtigen. Dies kann zu einer Verlangsamung der kognitiven Funktionen und sogar zur Entwicklung von Demenz führen.

Herzerkrankungen, wie Herzinfarkt und Schlaganfall können ebenfalls direkt zu einer Beeinträchtigung der kognitiven Funktionen führen. Dies liegt daran, dass diese Erkrankungen dazu führen können, dass das Gehirn nicht ausreichend mit Blut versorgt wird, was zu einer Schädigung von Gehirnzellen führen kann.

Das Herz-Kreislauf-System ist auf dem Bild mit einer Plastikfigur dargestellt.

Bildungsstand

Der Bildungsstand hat einen wesentlichen Einfluss auf das Risiko für Demenz. Studien haben gezeigt, dass Menschen mit höherem Bildungsstand seltener an Demenz erkranken und auch bei einer Demenzerkrankung eine bessere kognitive Reserve aufweisen, die dazu beitragen kann, dass die Symptome später auftreten und milder verlaufen.

Ein höherer Bildungsstand wird oft mit einer größeren kognitiven Reserve assoziiert. Die kognitive Reserve bezieht sich auf die Fähigkeit des Gehirns, mit Schäden und Stress besser umzugehen. Eine größere kognitive Reserve kann dazu beitragen, dass das Gehirn bei einer Demenzerkrankung länger aktiv und funktionstüchtig bleibt.

Ein höherer Bildungsstand wird auch mit einem besseren Lebensstil in Verbindung gebracht, der ebenfalls das Risiko für Demenz verringern kann. Menschen mit höherem Bildungsstand neigen dazu, eine gesündere Ernährung zu pflegen, regelmäßig Sport zu treiben, weniger zu rauchen und weniger Alkohol zu trinken. All diese Faktoren können dazu beitragen, das Risiko für Demenz zu reduzieren.

Zudem fördert ein höherer Bildungsstand auch kontinuierliche geistige Aktivitäten wie Lesen, Schreiben, Rätsel lösen und soziale Interaktionen, die das Gehirn aktiv und gesund halten können. Eine aktive und gesunde Gehirntätigkeit kann dazu beitragen, dass das Gehirn widerstandsfähiger gegen Schäden und Stress bleibt, die bei der Entwicklung von Demenz eine Rolle spielen können.

Eine Studie aus dem Jahr 2020 ergab, dass ein höherer Bildungsstand mit einem geringeren Risiko für Alzheimer-Demenz verbunden ist. Konkret zeigte sich, dass jede zusätzliche Stufe der Bildung (z.B. ein zusätzliches Jahr Ausbildung) mit einem um 11% geringeren Risiko für Alzheimer-Demenz einherging. [3] Eine weitere Studie, die im Jahr 2018 veröffentlicht wurde, ergab, dass Menschen mit einem höheren Bildungsstand ein um bis zu 32% niedrigeres Risiko für Demenz haben als Menschen mit einem niedrigeren Bildungsstand. [4]

Körperliche Aktivität

Körperliche Aktivität spielt eine wichtige Rolle bei der Verhinderung oder Verzögerung der Entwicklung von Demenz. Studien haben gezeigt, dass regelmäßige Bewegung das Risiko für Demenz reduzieren und auch dazu beitragen kann, dass bei einer bereits bestehenden Demenzerkrankung die Symptome milder verlaufen.

Körperliche Aktivität verbessert die Durchblutung des Gehirns und hilft dabei, neue Gehirnzellen zu bilden und zu erhalten. Eine gute Durchblutung und eine aktive Gehirntätigkeit können dazu beitragen, dass das Gehirn widerstandsfähiger gegen Schäden und Stress bleibt, die bei der Entwicklung von Demenz eine Rolle spielen können.

Zudem fördert die körperliche Betätigung auch den Abbau von Stresshormonen im Körper und reduziert somit das Risiko für Demenz. Stresshormone können das Gehirn negativ beeinflussen und dazu beitragen, dass das Gehirn anfälliger für Schäden und Stress wird, was wiederum das Risiko für Demenz erhöhen kann.

Bewegung verbessert auch die kardiovaskuläre Gesundheit, die ebenfalls einen Einfluss auf das Risiko für Demenz hat. Eine gute kardiovaskuläre Gesundheit hilft dabei, den Blutfluss zum Gehirn aufrechtzuerhalten und das Gehirn mit wichtigen Nährstoffen und Sauerstoff zu versorgen.

Eine Frau spaziert im Wald.

Ernährung

Die Ernährung hat einen signifikanten Einfluss auf die kognitiven Funktionen und das Risiko für die Entwicklung einer Demenz.

Eine hohe Aufnahme von gesättigten Fetten, raffinierten Kohlenhydraten und zuckerhaltigen Lebensmitteln kann das Risiko für Demenz erhöhen. Diese Lebensmittel können zu einer erhöhten Entzündung im Körper und zu einer schlechteren kardiovaskulären Gesundheit führen.

Eine ausgewogene Ernährung, die reich an Nährstoffen ist, die für das Gehirn wichtig sind, kann dazu beitragen, dass das Gehirn widerstandsfähiger gegen Schäden und Stress bleibt, die bei der Entwicklung von Demenz eine Rolle spielen können.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Menge an Kalorien, die aufgenommen werden.  Eine kalorienarme Ernährung kann das Risiko für Demenz verringern. Dies kann auf die Tatsache zurückzuführen sein, dass eine kalorienarme Ernährung dazu beiträgt, dass der Körper gesünder und widerstandsfähiger gegen Schäden bleibt.

Eine Frau kocht Suppe mit Gemüsen.

Soziale Interaktionen

Eine Möglichkeit, wie soziale Interaktionen die Wahrscheinlichkeit, an Demenz zu erkranken, beeinflussen können, sind soziale Unterstützung und soziales Engagement. Menschen, die sozial isoliert sind und denen es an sozialer Unterstützung mangelt, haben ein höheres Risiko, an Demenz zu erkranken, als Menschen, die starke soziale Bindungen pflegen. Soziales Engagement kann sich auch positiv auf die Gesundheit des Gehirns auswirken, indem es den Geist aktiv hält und stimuliert, was den Ausbruch der Demenz verzögern kann.

Darüber hinaus können sich soziale Interaktionen auch durch deren Einfluss auf Stress und Depressionen auf die Wahrscheinlichkeit auswirken, an Demenz zu erkranken. Chronischer Stress kann sich negativ auf die Gesundheit des Gehirns auswirken und das Risiko, an Demenz zu erkranken, erhöhen. Andererseits kann soziale Unterstützung dazu beitragen, das Stressniveau zu senken und die psychische Gesundheit zu verbessern, wodurch das Risiko, an Demenz zu erkranken, verringert werden kann.

Daneben können soziale Interaktionen die Wahrscheinlichkeit, an Demenz zu erkranken, auch durch Lebensstilfaktoren wie körperliche Aktivität, Ernährung und Schlaf beeinflussen. Menschen, die einen aktiveren und sozial engagierten Lebensstil führen, neigen zu einer besseren körperlichen und geistigen Gesundheit und haben ein geringeres Risiko, an Demenz zu erkranken. Andererseits haben Menschen, die einen eher sitzenden und isolierten Lebensstil führen, aufgrund von Bewegungsmangel, schlechter Ernährung und Schlafstörungen ein höheres Risiko, an Demenz zu erkranken.

Eine Studie aus dem Jahr 2018 ergab, dass ältere Erwachsene, die eine höhere soziale Integration hatten (z.B. häufiger soziale Kontakte und Aktivitäten), ein um 18% niedrigeres Risiko für Demenz hatten als Personen, die eine geringere soziale Integration hatten. [5]

Auf dem Bild ist eine junge und alte Frau zu sehen.

Welche Möglichkeiten zur Vorbeugung einer Demenz gibt es?

Gedächtnismanagement

Das Gehirn ist wie ein Muskel zu verstehen, der regelmäßig trainiert werden muss. Die Stärkung der geistigen und kognitiven Reserve macht das Gehirn widerstandsfähiger, was dem Verfall der geistigen Funktionen vorbeugen kann. Kognitiv anspruchsvolle Übungen wie Kreuzworträtsel oder das Lernen einer neuen Fähigkeit, wie zum Beispiel das Spielen eines Instruments, Singen, Tanzen, Lesen oder Basteln können das Gehirn trainieren, das Gedächtnis verbessern und Nervenschäden ausgleichen.

Soziale Kontakte

Der soziale Austausch hat viele Vorteile. Er fördert das Sprachvermögen, das Kurzzeitgedächtnis, die Sinne und das Gefühlszentrum des Menschen. Die regelmäßige Interaktion mit Freund:innen, Bekannten, Nachbar:innen oder Angehörig:innen sollte daher nicht zu kurz kommen. Wer wenig Umgang mit anderen Personen hat, droht zu vereinsamen oder eine Depression zu entwickeln. Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit, an einer Demenz zu erkranken.

Körperliche Bewegung

Neben der geistigen Fitness spielt auch die körperliche Fitness eine wichtige Rolle bei der Demenzvorbeugung. Regelmäßiger Sport und körperliche Aktivitäten wirken sich direkt auf die Gehirnstruktur aus und helfen bei der Bildung und Vernetzung neuer Nervenzellen. Durch die Bewegung bilden sich zudem Muskeln, die wiederum Hormone produzieren und das Lernen verbessern.

Bluthochdruck senken

In engem Zusammenhang mit Bewegung und Ernährung steht der Blutdruck. Mangelhafte Bewegung und eine ungesunde Ernährung können u.a. zu erhöhten Blutdruckwerten (Bluthochdruck) führen, welche in weiterer Folge Durchblutungsstörungen im Gehirn auslösen. Folglich steigt das Demenzrisiko bei Bluthochdruck auf das Zwei- bis Fünffache an. Man spricht dann auch von einer vaskulären Demenz. Wichtig ist in diesem Kontext eine regelmäßige Kontrolle des Blutdrucks und die Einleitung entsprechender Maßnahmen, sofern eine Senkung notwendig ist.

Eine Frau hält ein Blutdruckmessgerät in der Hand und hat gerade ihren Blutdruck gemessen.

Hörverlust ausgleichen

Bei Hörschäden gelangen weniger akustische Reize an das Gehirn. Ohne Ausgleich der Schwerhörigkeit wird das Gehirn auf Dauer unterfordert. Menschen, die kein Hörgerät nutzen, haben eine doppelt so hohe Wahrscheinlichkeit, an Demenz zu erkranken. Vor allem ältere Personen sollten demzufolge regelmäßig einen Hörtest durchführen lassen, um die Notwendigkeit eines Hörgeräts möglichst früh zu bestimmen.

Stresspegel senken

Wiederkehrender Stress kann dazu führen, dass der Körper mehr Cortisol als üblich produziert. Ein erhöhter Cortisolspiegel kann nach einer gewissen Zeit negative Folgeerscheinungen wie Bluthochdruck oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen hervorrufen. Auch Schlafprobleme können durch anhaltenden Stress hervorgerufen werden. Die negativen Begleiterscheinungen von Stress begünstigen eine Demenzentwicklung, wenn sie unbehandelt bleiben. Übungen zur effektiven Stressbewältigung oder ein Arztbesuch zur Behandlung der Schlafprobleme sind Beispiele sinnvoller Gegenmaßnahmen. Auch Entspannungstechniken wie Yoga, Meditation oder progressive Muskelentspannung können in Frage kommen.

Es ist wichtig zu beachten, dass keine dieser Möglichkeiten eine 100%  Vorbeugung garantieren kann. Es gibt jedoch viele Schritte, die man unternehmen kann, um das Risiko zu minimieren und die kognitiven Fähigkeiten zu erhalten. Eine frühzeitige Diagnose und Behandlung von kognitiven Beeinträchtigungen kann ebenfalls dazu beitragen, die Entwicklung und die Auswirkungen von Demenz zu verlangsamen.

Warum ist es wichtig, Demenz vorzubeugen?

Die Vorbeugung von Demenz ist wichtig, da diese Erkrankung eine große Herausforderung für Betroffene, ihre Familien und die Gesellschaft darstellt. Demenz kann zu einer Einschränkung der kognitiven und körperlichen Funktionen führen, was zu einem Verlust der Selbstständigkeit und der Fähigkeit zur Teilhabe am sozialen und beruflichen Leben führen kann. Demenz ist auch eine ernsthafte Belastung für pflegende Angehörige, die oft ihre eigene Gesundheit und ihr eigenes Wohl opfern, um für ihre Lieben zu sorgen.

Da es keine Heilung für Demenz gibt, ist es wichtig, Vorbeugungsmaßnahmen zu ergreifen, um das Risiko einer Erkrankung zu verringern. Es gibt eine Reihe von Faktoren, die das Risiko einer Demenzerkrankung beeinflussen können, wie zum Beispiel genetische Faktoren, kardiovaskuläre Gesundheit, Bildungsstand, körperliche Aktivität, Ernährung und soziale Interaktion. Durch die Ergreifung von Vorbeugungsmaßnahmen kann man das Risiko einer Demenzerkrankung verringern und gleichzeitig die kognitiven Fähigkeiten und die geistige Gesundheit im Alter fördern.

FAQ

1. Kann man Demenz tatsächlich vorbeugen?

Ja, obwohl Demenz bisher nicht heilbar ist, zeigen Forschungen, dass ein gesunder Lebensstil das Risiko einer Demenzerkrankung verringern kann. Regelmäßige körperliche Aktivität, eine ausgewogene Ernährung, soziale Kontakte und geistige Herausforderungen tragen wesentlich zur Gesundheit des Gehirns bei.

2. Welche Rolle spielen genetische Faktoren bei der Entstehung von Demenz?

Genetische Faktoren können das Risiko für Demenz beeinflussen, insbesondere bei bestimmten Formen wie der Alzheimer-Krankheit. Aber genetische Veranlagung führt nicht zwangsläufig zu einer Erkrankung. Es ist eine Kombination aus genetischen und Lebensstilfaktoren, die das Risiko beeinflusst.

3. Wie wichtig ist körperliche Aktivität für die Demenzprävention?

Regelmäßige Bewegung ist entscheidend, da sie nicht nur die körperliche Fitness, sondern auch die Gehirnstruktur und -funktion positiv beeinflusst. Sie hilft bei der Bildung neuer Nervenzellen und verbessert die Durchblutung des Gehirns.

4. Inwiefern trägt Ernährung zur Vorbeugung von Demenz bei?

Eine gesunde Ernährung mit viel Gemüse, Obst, Vollkornprodukten und Omega-3-Fettsäuren ist wichtig, um demenzfördernde Erkrankungen wie Diabetes oder Bluthochdruck vorzubeugen. Ungesunde Ernährung kann Entzündungen und kardiovaskuläre Probleme fördern, die das Demenzrisiko erhöhen.

5. Warum ist die Vorbeugung von Demenz so wichtig?

Die Vorbeugung von Demenz ist wichtig, da sie die Lebensqualität von Betroffenen und deren Familien erheblich beeinflusst. Demenz führt oft zu Verlust der Selbstständigkeit und stellt eine Belastung für pflegende Angehörige dar. Vorbeugende Maßnahmen können helfen, die kognitive und körperliche Funktion im Alter zu erhalten:

Zusammenfassung

Demenz, gekennzeichnet durch Gedächtnisverlust, Verwirrung und Denkbeeinträchtigungen, ist eine fortschreitende Gehirnerkrankung und eine bedeutende gesundheitliche und soziale Herausforderung. Trotz fehlender Heilung, zeigt die Forschung die Wirksamkeit präventiver Maßnahmen. Ein gesunder Lebensstil, einschließlich körperlicher Aktivität, ausgewogener Ernährung und geistiger sowie sozialer Anregung, kann das Risiko einer Demenzerkrankung deutlich reduzieren. Früherkennung und Behandlung von krankheitsfördernden Zuständen sowie aktive geistige Gesundheitspflege spielen ebenfalls eine entscheidende Rolle.

Genetische Faktoren beeinflussen das Demenzrisiko, insbesondere bei Alzheimer, jedoch führt eine genetische Veranlagung nicht zwangsläufig zur Erkrankung. Die Kombination genetischer und lebensstilbedingter Faktoren ist ausschlaggebend. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, hoher Blutdruck, Cholesterinspiegel, Bildungsstand und geistige Aktivität sind wichtige modifizierbare Risikofaktoren. Die Vorbeugung von Demenz ist essentiell, da sie die Lebensqualität der Betroffenen und deren Familien beeinflusst und zur Aufrechterhaltung kognitiver Funktionen im Alter beiträgt. Es gibt viele Schritte, die das Risiko minimieren und kognitive Fähigkeiten erhalten, wobei keine Maßnahme eine 100%ige Vorbeugung garantiert.

Quellen:

[1] Österreichische Alzheimer Gesellschaft. (o. D.). Zahlen & Statistik. http://www.alzheimer-gesellschaft.at/informationen/zahlen-statistik/ (Abgerufen: 03.01.2023)

 

[2] Alzheimer Forschung. (o. D.). Vererbung von Alzheimer-Demenz: Genetische Grundlagen. https://www.alzheimer-forschung.de/alzheimer/wasistalzheimer/genetische-grundlagen/ (Abgerufen: 03.01.2023)

 

[3] Livingston, G. et al. (2020). Dementia prevention, intervention, and care: 2020 report of the Lancet Commission. https://www.thelancet.com/article/S0140-6736(20)30367-6/fulltext (Abgerufen: 03.01.2023)

 

[4] Li, Y. et al. (2023). Association of Lifelong Cognitive Reserve with Dementia and Mild Cognitive Impairment among Older Adults with Limited Formal Education: A Population-Based Cohort Study. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC10614281/ (Abgerufen: 03.01.2023)

 

[5] Kuiper, J. S. et al. (2015). Social relationships and risk of dementia: A systematic review and meta-analysis of longitudinal cohort studies. https://www.sciencedirect.com/science/article/abs/pii/S156816371500046X (Abgerufen: 03.01.2023)

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