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Darmkrebs – Ein kompakter Überblick

Krankheiten, Medizinische Versorgung und Therapien

Einleitung 

Statistik Austria zufolge gab es im Jahr 2019 41.775 Neuerkrankungen an Krebs in Österreich. Bemerkenswert dabei ist, dass die Hälfte aller Diagnosen auf Brust-, Prostata-, Darm- und Lungenkrebs zurückzuführen war. [1] 

Darmkrebs, auch als kolorektales Karzinom bezeichnet, ist in Österreich die dritthäufigste Krebsdiagnose. Im Jahr 2019 wurden bei Frauen 1.910 neue Fälle (10%) und bei Männern 2.534 neue Fälle (11%) festgestellt. Diese Krebsart war für rund 10% aller Krebstodesfälle verantwortlich. Obwohl Frauen seltener von Darmkrebs betroffen sind als Männer, zeigte sich bei beiden Geschlechtern in den letzten Jahren ein gleichmäßiger Rückgang des Erkrankungsrisikos. [1] 

Doch was verbirgt sich genau hinter dem Begriff ‘Darmkrebs’? Und warum ist es so wichtig, dass insbesondere Senior:innen und ihre Angehörigen gut informiert sind und eine erhöhte Aufmerksamkeit für das Thema entwickeln? 

In diesem Artikel bieten wir einen umfangreichen Überblick über Darmkrebs. Wir klären zunächst über Risikofaktoren und Symptome auf und erläutern im Anschluss die Methoden zur Vorsorge und Behandlung. Unser Ziel ist es somit, ein tieferes Verständnis für diese häufig unterschätzte Erkrankung zu vermitteln.

Was ist Darmkrebs?

Allgemeine Erklärung über den Aufbau des Darms  

Der Darm ist ein zentrales Organ des Verdauungssystems und besteht aus dem Dünndarm und dem Dickdarm. Der Dünndarm ist für die Verdauung und die Absorption von Nährstoffen verantwortlich. Der Dickdarm hat die Hauptfunktion, Wasser und Elektrolyte aus dem unverdauten Nahrungsbrei zurückzugewinnen und den Stuhl zu formen. Der Dickdarm mündet schließlich in den Enddarm (Rektum), wo der unverdaute Rest als Stuhl ausgeschieden wird. Der gesamte Darm ist mit einer speziellen Schleimhaut ausgekleidet, in der sich auch die Zellen befinden, aus denen Darmkrebs entstehen kann. [2] 

Die Entstehung von Darmkrebs 

Darmkrebs entsteht oft aus harmlosen Darmpolypen, genauer gesagt aus sogenannten Adenomen. Diese Polypen können sich über viele Jahre, meist 5-10, zu Krebs entwicklen. Das passiert, wenn sich bestimmte Gene in den Zellen der Darmwand verändern. Durch diese genetischen Veränderungen teilen und vermehren sich die Zellen unkontrolliert, was zu einem unregulierten Wachstum und schließlich zur Entstehung eines Tumors führt. Ältere Menschen, insbesondere die über 50, haben ein erhöhtes Risiko für Darmkrebs. Aber auch jüngere Menschen können betroffen sein, vor allem wenn es eine familiäre Vorgeschichte von Darmkrebs oder bestimmten genetischen Syndromen gibt. Bei Personen mit einer solchen Familienanamnese sind regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen und eine erhöhte Wachsamkeit bezüglich der Symptome besonders wichtig. [3]

Darmkrebsarten 

Dickdarmkrebs (Kolonkarzinom): Nachdem die Nahrung den Magen und den Dünndarm passiert hat, erreicht sie den rund 1,5 Meter langen Dickdarm. Krebs, der in diesem Bereich entsteht, wird als Dickdarmkrebs oder Kolonkarzinom bezeichnet. [4] 

Mastdarmkrebs (Rektumkarzinom): Der Mastdarm, auch Rektum genannt, ist das Ende des Dickdarms und ist etwa 15 bis 18 cm lang. Er ist für die Unterstützung der Zwischenspeicherung und für die Entleerung des Stuhlgangs verantwortlich. Wenn in diesem Bereich Krebs entsteht, kann man das oft schon durch einfaches Abtasten spüren. [4] 

Gutartige Vorstufen (Darmpolypen): Darmpolypen sind Wucherungen in Dick- oder Mastdarm, die meist gutartig sind, aber zu Krebs werden können. Kleine Polypen unter einem Zentimeter haben selten Krebszellen, doch bei größeren Polypen steigt das Risiko. Besonders bei Polypen von 4 Zentimetern kann jeder Fünfte Krebs enthalten. [4] 

Ursachen und Risikofaktoren 

Alter 

Menschen ab 50 Jahren haben ein erhöhtes Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, weshalb die Krankheit oft als Alterskrankheit betrachtet wird. Obwohl Krebs sich oft in diesem Alter manifestiert, können die Vorstufen bereits 10 bis 15 Jahre zuvor entstehen. Daher beginnt der Prozess der Krebsentwicklung meist lange vor der eigentlichen Diagnose. Personen ab 50 Jahren wird empfohlen, an der Früherkennung von Darmkrebs teilzunehmen. [5] 

Geschlecht 

Männer sind häufiger von Darmkrebs betroffen als Frauen: Von 100 Männern erkranken im Laufe ihres Lebens 7 an dieser Krankheit, bei Frauen sind es 6 von 100. Zudem zeigt sich Darmkrebs bei Männern im Durchschnitt einige Jahre früher als bei Frauen. [5]

Genetische Faktoren 

Eine familiäre Vorbelastung kann das Risiko für Darmkrebs erhöhen. Wenn nahe Verwandte, wie Eltern, an Darmkrebs erkrankt sind, ist die Wahrscheinlichkeit höher, selbst daran zu erkranken. [6]

Ernährungsgewohnheiten 

Zahlreiche Studien haben gezeigt, dass ein hoher Verzehr von rotem Fleisch (wie Rind, Kalb, Schwein, Lamm) und verarbeitetem Fleisch das Risiko für Darmkrebs erhöhen kann. Demgegenüber kann eine Ernährung reich an Obst und Gemüse, insbesondere Kohl und Brokkoli, das Risiko für Tumor reduzieren. [7]

Auf dem Bild ist eine Kiste mit Gemüsen zu sehen, darunter Brokkoli, Kürbis, Ingwer, usw.

Sport und Bewegung 

Viele Studien haben einen Zusammenhang zwischen dem Aktivitätslevel und dem Darmkrebsrisiko festgestellt. Regelmäßige Bewegung, wie zum Beispiel 30 bis 60 Minuten zügiges Gehen pro Tag, kann das Erkrankungsrisiko um bis zu 40% senken. [7] 

Rauchen und Alkohol 

Zu den häufigsten Risikofaktoren für Darmkrebs gehören neben Übergewicht auch Rauchen und Alkoholkonsum. Raucher:innen, besonders Männer, haben ein 16 Prozent höheres Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, und die Gefahr wächst mit der Dauer und Menge des Rauchens.  

Zudem erhöht der Konsum von mehr als 45 Gramm Alkohol täglich – egal ob aus Bier, Wein oder anderen Getränken – ebenso das Darmkrebsrisiko. Ein geringerer Alkoholkonsum von weniger als 25 Gramm täglich kann jedoch das Risiko verringern. [7] 

Symptome

Darmkrebs kann eine Vielzahl von Symptomen auslösen. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass viele dieser Symptome auch bei anderen, weniger schwerwiegenden Erkrankungen auftreten können. Dennoch ist es empfehlenswert, auf Anzeichen zu achten und bei Bedenken eine Ärztin bzw. einen Arzt aufzusuchen, da eine frühzeitige Erkennung die Heilungschancen erheblich erhöht. 

Veränderung des Stuhlgangs: Eines der häufigsten Symptome von Darmkrebs ist eine anhaltende Veränderung des Stuhlgangs. Dazu gehören: 

  • Durchfall oder Verstopfung, die ohne ersichtlichen Grund auftreten. 
  • Blut im Stuhl, welches entweder sichtbar ist oder nur durch einen verborgenen Bluttest entdeckt wird. 
  • Ein Gefühl, dass der Darm nach dem Stuhlgang nicht vollständig entleert ist. 
  • Bleistiftdünner Stuhl oder schleimiger Stuhl [8] 

Bauchschmerzen oder -beschwerden: Obwohl Bauchschmerzen aus vielen Gründen auftreten können, sollten anhaltende oder starke Schmerzen als Warnzeichen betrachtet werden. Zu den damit verbundenen Symptomen gehören: 

  • Krämpfe oder stechende Schmerzen im Unterbrauch, die länger als 1 Woche dauern. 
  • Anhaltendes Völlegefühl, Blähungen oder Gas. [8] 

Schwäche und Müdigkeit: Ein weiteres mögliches, aber unspezifisches Symptom von Darmkrebs ist eine anhaltende Müdigkeit oder Schwäche. Dies kann auf eine Anämie zurückzuführen sein, die durch einen verborgenen Blutverlust im Stuhl verursacht wird. [8] 

Gewichtsabnahme ohne Absicht: Wenn jemand ohne erkennbaren Grund an Gewicht verliert, kann dies ein Zeichen für eine Krebserkrankung sein. Ein plötzlicher, unerklärlicher Gewichtsverlust sollte medizinisch abgeklärt werden. [8] 

Tastbare Massen: In fortgeschritteneren Stadien von Darmkrebs können manchmal tastbare Massen im Bauchbereich auftreten. Während einige Massen harmlos sein können, sollte jede neue oder ungewöhnliche Masse von einer Ärztin oder einem Arzt untersucht werden. [8] 

Blutarmut: Wie bereits erwähnt, kann ein verborgener Blutverlust im Stuhl zu Anämie führen. Symptome einer solchen Anämie können neben Müdigkeit auch blasse Haut, Kurzatmigkeit und Schwindel sein. [8] 

Darmverstopfung: Wenn der Krebs ein fortgeschrittenes Stadium erreicht, kann dies zu einer Blockade im Darm führen. [8] 

Früherkennungsmaßnamen 

Früherkennung bedeutet, Darmkrebs oder seine Vorstufen rechtzeitig zu entdecken, bevor Symptome auftreten. 

Stuhltest: Mit dem sogenannten Fäkalem Okkultbluttest (FOBT) oder dem Immunologischen Stuhltest (iFOBT) kann verborgenes Blut im Stuhl erkannt werden, was ein Hinweis auf Darmkrebs sein kann. 

Darmspiegelung (Koloskopie): Hierbei wird der gesamte Dickdarm und der letzte Abschnitt des Dünndarms mit einer kleinen Kamera untersucht. Während der Untersuchung können Polypen oder andere auffällige Veränderungen entdeckt und direkt entfernt oder biopsiert werden. 

Sigmoidoskopie: Ähnlich wie die Koloskopie, konzentriert sich diese Untersuchung jedoch nur auf den letzten Teil des Dickdarms. 

Alter und Früherkennung: Ab einem Alter von 50 Jahren steigt das Risiko für Darmkrebs. Daher wird Personen in dieser Altersgruppe geraten, regelmäßig an Früherkennungsmaßnahmen teilzunehmen. Bei einer familiären Vorbelastung sollte mit der Vorsorge schon früher begonnen werden. [5] 

Selbstuntersuchung: Auch wenn eine Selbstuntersuchung, die professionellen Früherkennungsmaßnahmen nicht ersetzt, ist es wichtig, auf Veränderungen des Körpers zu achten. Dazu gehört das Beachten von Symptomen wie Blut im Stuhl, anhaltende Bauchschmerzen oder unerklärlicher Gewichtsverlust. [8] 

Diagnose 

Die richtige Diagnose von Darmkrebs ist entscheidend für eine effektive Behandlung. Moderne medizinische Techniken ermöglichen eine genaue und frühzeitige Erkennung, was wiederum die Prognose und Heilungschancen verbessert. 

Anamnese 

Der erste Schritt zur Diagnose ist ein ausführliches Gespräch, in dem persönliche und familiäre Gesundheitsgeschichten besprochen werden. Hierbei wird nach Symptomen gefragt und ob in der Familie bereits Fälle von Darmkrebs oder anderen Krebserkrankungen aufgetreten sind. 

Körperliche Untersuchung 

Ein gründlicher körperlicher Check kann ebenso Hinweise auf Darmkrebs geben. Das beinhaltet das Abtasten des Bauches auf ungewöhnliche Schwellungen oder Massen und eine rektale Untersuchung, bei der die Ärztin oder der Arzt den Mastdarm auf Auffälligkeiten überprüft. 

Bluttests 

Einige Bluttests können helfen, Darmkrebs zu erkennen: 

  • Allgemeines Blutbild: Ein Mangel an roten Blutkörperchen (Anämie) kann auf eine Blutung im Darm hinweisen. [9] 
  • Leberfunktionsprüfung: Darmkrebs kann die Leber beeinflussen. Diese Tests überprüfen, wie gut die Leber funktioniert. 
  • Tumormarker: Während sie nicht spezifisch für Darmkrebs sind, können erhöhte Werte bestimmter Substanzen im Blut auf die Krankheit hinweisen. [10] 

Bildgebende Verfahren 

  • Koloskopie: Wie bereits erwähnt, ist dies die zuverlässigste Methode zur Erkennung von Darmkrebs. Biopsien können während eines Eingriffs entnommen werden. 
  • CT- oder MRI-Scans: Diese Scans erzeugen detaillierte Bilder des Darms und der umliegenden Organe, die helfen können, den Ort und das Stadium des Krebses zu bestimmen. 
  • Ultraschall des Enddarms: Hierbei wird ein Ultraschallgerät in den Mastdarm eingeführt, um detaillierte Bilder von Tumoren zu erhalten. 

Biopsie 

Eine der sichersten Methoden, um Darmkrebs zu bestimmen, ist die Biopsie. Hierbei wird eine Probe des verdächtigen Gewebes entnommen und unter einem Mikroskop untersucht. 

Behandlung 

Die Behandlung von Darmkrebs ist von verschiedenen Faktoren abhängig, wie dem Stadium der Erkrankung, der allgemeinen Gesundheit der Patientin oder des Patienten und dem spezifischen Ort des Tumors im Darm. Im Folgenden werden die gängigsten Behandlungsmethoden dargestellt. 

Operation 

Die Operation ist das zentrale Mittel zur Behandlung von Darmkrebs, wobei das Hauptziel die vollständige Entfernung des Tumors und eventueller Tochtergeschwülste ist. Wenn der Tumor nicht ganz entfernt werden kann, liegt der Fokus darauf, den Darm funktionsfähig zu halten. Die Chancen auf eine erfolgreiche Operation steigen mit einer frühen Krebserkennung, und in einigen Fällen können auch Metastasen in Lunge, Leber oder Bauchraum chirurgisch behandelt werden. [9] 

Auf dem Bild ist einen Operationssaal zu sehen.

Chemotherapie 

Chemotherapie wird eingesetzt, um Krebszellen zu zerstören oder ihr Wachstum zu verlangsamen. Sie kann vor oder nach einer Operation angewendet werden: 

  • Adjuvante Chemotherapie: Nach einer Operation eingesetzt, um verbleibende Krebszellen abzutöten. 
  • Neoadjuvante Chemotherapie: Vor einer Operation eingesetzt, um den Tumor zu verkleinern. [11] 

Strahlentherapie 

Durch hochenergetische Strahlen werden Krebszellen abgetötet oder ihr Wachstum gehemmt. Strahlentherapie wird meistens bei Rektumkarzinomen eingesetzt und kann in Kombination mit einer Chemotherapie erfolgen. [11] 

Zielgerichtete Therapie 

Dabei handelt es sich um neuere Medikamente, die spezifische Merkmale von Krebszellen angreifen, ohne gesunde Zellen zu schädigen. Sie können das Tumorwachstum verlangsamen und die Wirkung von Chemotherapie und Strahlentherapie verbessern. [11] 

Immuntherapie 

Hierbei wird das eigene Immunsystem gestärkt und darauf trainiert, Krebszellen effektiver zu bekämpfen. Es handelt sich um eine vielversprechende Behandlungsmethode, die sich derzeit noch in der klinischen Erprobung befindet. [11] 

Nachsorge 

Nach der erfolgreichen Behandlung von Darmkrebs ist die Nachsorge ein essenzieller Bestandteil, um den Gesundheitszustand der Patientin oder des Patienten zu überwachen, ein mögliches Wiederauftreten des Tumors frühzeitig zu erkennen und die Lebensqualität sicherzustellen. 

Kontrolluntersuchungen 

Nach der Erstbehandlung sollten regelmäßige Kontrolluntersuchungen erfolgen: 

  • Bluttests, vor allem zur Bestimmung des Tumormarkers CEA. 
  • Koloskopien, um den Darm auf mögliche neue Polypen oder Tumore zu überprüfen. 
  • Bildgebende Verfahren wie Ultraschall, CT oder MRT zur Früherkennung von Metastasen. 

Psychologische Unterstützung 

Die Diagnose und Behandlung von Krebs können traumatisierend sein. Daher kann die Inanspruchnahme von psychologischer Betreuung entscheidend für das Wohlbefinden der Patientin oder des Patienten sein. Angebote von Selbsthilfegruppen oder Psychoonkolog:innen können hierbei helfen, mit den emotionalen Herausforderungen umzugehen. 

Lebensstil-Anpassungen 

Die Zeit nach der Behandlung ist oft ein Anlass, den eigenen Lebensstil zu überdenken: 

  • Ernährung: Eine ausgewogene, ballaststoffreiche Kost und der Verzicht auf übermäßigen Alkohol- und Fleischkonsum können das Risiko eines Rückfalls verringern. 
  • Bewegung: Regelmäßige körperliche Aktivität unterstützt nicht nur die physische, sondern auch die psychische Genesung. 
  • Verzicht auf Rauchen: Dies reduziert das Risiko eines Rückfalls und zahlreicher anderer Krankheiten. 

Leben mit Darmkrebs 

Eine Darmkrebsdiagnose kann das Leben auf den Kopf stellen. Die Auseinandersetzung mit der Krankheit betrifft nicht nur den physischen, sondern auch den psychischen und sozialen Aspekt des Lebens. Das Leben mit Darmkrebs stellt Betroffene und ihre Angehörigen vor viele Herausforderungen, bietet jedoch auch Chancen zur Neuorientierung. 

Emotionaler Umgang 

  • Auseinandersetzung mit der Diagnose: Bei vielen Patient:innen löst die Diagnose anfangs Schock, Angst und Ungläubigkeit aus. Mit der Zeit können jedoch auch Gefühle der Akzeptanz und Hoffnung folgen. 
  • Unterstützungsangebote: Psychologische Beratung, Psychoonkologie und Selbsthilfegruppen können dabei helfen, die emotionalen Belastungen zu verarbeiten. 

Kommunikation und soziale Beziehungen 

  • Offenheit: Der offene Umgang mit der Erkrankung kann helfen, Verständnis und Unterstützung im sozialen Umfeld zu finden. 
  • Beziehungsdynamiken: Der Krebs kann Beziehungen auf die Probe stellen, aber auch vertiefen. Einige Angehörige ziehen sich möglicherweise zurück, während andere stärkere Unterstützung bieten. 

Ernährung und Lebensstil 

  • Anpassungen der Ernährung: Eine ausgewogene Ernährung kann helfen, das Immunsystem zu stärken und das Wohlbefinden zu fördern. Spezielle Ernährungsempfehlungen können je nach Behandlung und individuellen Bedürfnissen variieren. 
  • Bewegung: Körperliche Aktivität kann das allgemeine Wohlbefinden steigern und möglichen Therapienebenwirkungen entgegenwirken. 
  • Verzicht auf Genussmittel: Ein maßvoller Umgang mit Alkohol und der Verzicht auf Rauchen sind empfehlenswert. [7] 

Beruf und Alltag 

  • Berufliche Anpassungen: Nicht jede Patientin bzw. jeder Patient kann direkt nach der Behandlung in den Berufsalltag zurückkehren. Eine schrittweise Wiedereingliederung, gegebenenfalls auch eine berufliche Neuorientierung, kann dadurch erforderlich sein. 
  • Alltagsroutine: Die Auseinandersetzung mit der Krankheit kann auch zu einer Neubewertung des Alltags und der eigenen Prioritäten führen.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Darmkrebs (FAQ)

1.Was ist Darmkrebs und wie entsteht er?  

Darmkrebs, auch kolorektales Karzinom genannt, entsteht meist aus harmlosen Darmpolypen im Dickdarm oder Rektum, die sich zu bösartigen Tumoren entwickeln können. [2] 

2.Welche Risikofaktoren gibt es für Darmkrebs?  

Zu den Risikofaktoren zählen höheres Alter, männliches Geschlecht, genetische Veranlagung, bestimmte Ernährungsgewohnheiten, wenig Bewegung, Rauchen und übermäßiger Alkoholkonsum. [5] [6] [7] 

3.Welche Symptome weisen auf Darmkrebs hin?  

Typische Symptome sind Veränderungen im Stuhlgang (z.B. Durchfall oder Verstopfung), Blut im Stuhl, Bauchschmerzen, ungewollter Gewichtsverlust und Anzeichen von Anämie wie Müdigkeit und Blässe. [8] 

4.Wie wird Darmkrebs diagnostiziert?  

Die Diagnose erfolgt durch Anamnese, körperliche Untersuchung, Bluttests, bildgebende Verfahren wie Koloskopie und Biopsie. [9] [10] 

5.Welche Behandlungsmöglichkeiten gibt es für Darmkrebs?  

Die Behandlung umfasst in der Regel eine Kombination aus Operation, Chemotherapie und Strahlentherapie, abhängig vom Stadium und der Lage des Tumors. [9] [11] 

Zusammenfassung 

Darmkrebs, auch als kolorektales Karzinom bezeichnet, ist eine ernstzunehmende Erkrankung, die global viele Menschen betrifft. Die Hauptursachen und Risikofaktoren variieren von genetischen Prädispositionen über Lebensstilfaktoren bis hin zu Ernährungsgewohnheiten. Es ist essentiell, die Symptome frühzeitig zu erkennen, da die Prognose und Heilungschancen bei frühzeitiger Diagnose und Behandlung erheblich besser sind. 

Vorsorge und Früherkennung spielen somit eine zentrale Rolle in der Prävention und Behandlung von Darmkrebs. Durch regelmäßige Screenings können Krebsvorstufen und frühzeitige Stadien des Krebses erkannt und erfolgreich behandelt werden. Nach der Diagnose folgt in den meisten Fällen eine Operation, oft ergänzt durch Chemotherapie oder Strahlentherapie. 

Der Weg der Erkrankung ist nicht nur physisch, sondern auch psychisch und sozial herausfordernd. Dennoch bieten die moderne Medizin und die Unterstützung von denen, die einem nahestehen, Betroffenen Hoffnung und eine hohe Lebensqualität. 

Quellen: 

[1] Statistics Austria. (2022).  Krebserkrankungen in Österreich: 375.749 Betroffene, 41.775 Neuerkrankungsfälle, 20.337 Sterbefälle. https://www.statistik.at/fileadmin/announcement/2022/05/20220127Krebserkrankungen2019.pdf (Abgerufen 24.20.2023) 

[2] Gesundheitsinformation. (2021). Wie funktioniert der Darm? https://www.gesundheitsinformation.de/wie-funktioniert-der-darm.html (Abgerufen 24.20.2023) 

[3] Wiener-Privatklinik. (2023). Darmkrebs -Diagnose und Behandlung. https://wiener-privatklinik.com/darmkrebs/ (Abgerufen 24.20.2023) 

[4] Dzirlo, L. (2016). Darmkrebsarten. https://selpers.com/lektion/darmkrebs-verstehen-darmkrebsarten/ (Abgerufen 24.20.2023) 

[5] Darmkrebs. (2023). Risikofaktoren im Überblick. https://www.darmkrebs.de/ueberblick/risiko-fuer-darmkrebs/risikofaktoren-im-ueberblick (Abgerufen 24.20.2023) 

[6] Genoslaut. (2023). Gentest für Darmkrebs – Erfahren Sie Ihr Risiko. https://www.genosalut.com/de/genetische-tests-und-beratung/krebs/darmkrebs/ (Abgerufen 24.20.2023) 

[7] Ritz, J. P. & Prinz, C. (2020). Darmkrebs Ursachen, Risikofaktoren und Vorbeugung. https://www.helios-gesundheit.de/krebsmedizin/darmkrebs/ursachen-risikofaktoren-und-vorbeugung/ (Abgerufen 24.20.2023) 

[8] Gesundheit. (2023). Darmkrebs: Ursachen & Symptome. https://www.gesundheit.gv.at/krankheiten/krebs/darmkrebs/ursachen-symptome.html#welche-symptome-koennen-bei-darmkrebs-auftreten (Abgerufen 24.20.2023) 

[9] MSD-Manual. (2022). Überblick über Anämie. https://www.msdmanuals.com/de/heim/bluterkrankungen/an%C3%A4mie/%C3%BCberblick-%C3%BCber-an%C3%A4mie (Abgerufen 24.20.2023) 

[10] Gliewski, Maja. (2020). Was sind Tumor­mar­ker? https://www.tk.de/techniker/gesundheit-und-medizin/behandlungen-und-medizin/krebserkrankungen-oder-tumoren/was-sind-tumormarker-2018024?tkcm=aaus 

[11] Onko Internetportal. (2019). Therapie von Darmkrebs. https://www.krebsgesellschaft.de/onko-internetportal/basis-informationen-krebs/krebsarten/darmkrebs/therapie.html 

 

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