Schock-Diagnose Demenz: Was jetzt?

Ein älterer Mann umarmt seine Tochter. Sie sehen traurig aus.
Kategorien: Krankheiten

Einleitung 

Die Diagnose Demenz zählt zu den Momenten, die das Leben grundlegend verändern. Sie ist nicht nur eine medizinische Feststellung, sondern auch ein emotionaler Wendepunkt, der sowohl für den Betroffenen bzw. die Betroffene als auch für seine/ihre Angehörigen tiefe Verunsicherung mit sich bringt. Diese Krankheit, in ihrem Wesen oft schleichend und unberechenbar, konfrontiert Familien mit einer Realität voller Herausforderungen. Die anfänglichen Gefühle können ein Wirrwarr aus Schock, Angst, Trauer und sogar Verleugnung sein. 

Ziel dieses Artikels ist es, dabei zu helfen, die anfängliche Schockphase zu überwinden und Wege aufzuzeigen, wie man mit dieser Herausforderung besser umgehen kann. Der Fokus liegt dabei nicht nur auf praktischen Ratschlägen und Informationen, sondern vor allem auf der emotionalen Bewältigung dieser tiefgreifenden Veränderung im Leben. Es geht darum, Verständnis und Akzeptanz für die Krankheit zu entwickeln und Wege aufzuzeigen, wie man trotz der Diagnose Demenz ein erfülltes Leben führen kann. 

Die Erstdiagnose: Ein emotionaler Wirbelwind 

Die Erstdiagnose von Demenz gleicht einem plötzlich aufziehenden Sturm, der das Leben von Betroffenen und Angehörigen grundlegend verändert. Sie bringt einen Wirbelwind an Emotionen mit sich und ist oft von tiefem Schock und Unglauben geprägt.  

Oft führt die Konfrontation mit der Realität der Krankheit zu einer Phase der Verleugnung. Dieser Prozess wird als ein natürlicher, wenn auch schmerzhafter Teil des Verarbeitungsprozesses angesehen. In dieser emotionalen Achterbahn wird die Unterstützung durch Familie, Freunde und professionelle Beratung entscheidend. Sie bieten einen sicheren Hafen inmitten von Verunsicherung und Angst. 

Mit der Zeit beginnt die Phase der Akzeptanz. Hierbei wird die Diagnose akzeptiert und es werden Wege gesucht, um mit den neuen Herausforderungen umzugehen. Dieser Prozess ist von Trauer über den Verlust der eigenen Unabhängigkeit und der gewohnten Lebensweise begleitet. Dennoch eröffnen sich Wege für positive Ansätze und Strategien, die Hoffnung und Motivation stärken. 

Der emotionale Wirbelwind, der die Erstdiagnose Demenz begleitet, erfordert Zeit und Geduld zur Bewältigung. Dieser Weg ist nicht nur von Herausforderungen geprägt, sondern bietet auch Chancen für persönliches Wachstum und emotionale Reifung. 

depressive Seniorin

Verständnis und Akzeptanz der Krankheit 

Ein tiefgreifendes Verständnis und die Akzeptanz der Demenz sind wesentliche Schritte im Umgang mit der Diagnose. Dieser Abschnitt beschreibt, wie Betroffene und ihre Angehörigen lernen können, mit der Krankheit zu leben und sie zu akzeptieren. 

Zunächst ist es entscheidend, sich über die Krankheit zu informieren. Ein grundlegendes Verständnis der Symptome, des Krankheitsverlaufs und der verfügbaren Behandlungsmöglichkeiten kann Betroffenen dabei helfen, Ängste zu reduzieren und die Situation realistischer einzuschätzen. Demenz kann sich auf viele verschiedene Arten äußern, und jeder Fall ist einzigartig. Daher ist es wichtig, auch individuelle Symptome und Fortschritte zu erkennen und zu verstehen. 

Die Akzeptanz der Diagnose Demenz ist oft ein schrittweiser Prozess. Er beinhaltet, sich mit den Veränderungen, die die Krankheit mit sich bringt, auseinanderzusetzen. Dies erfordert Anpassungen im täglichen Leben und die Entwicklung neuer Routinen, um sowohl mit den Einschränkungen als auch mit den verbleibenden Fähigkeiten umzugehen. 

Emotionale Unterstützung durch Gespräche mit Familie, Freund:innen und Fachleuten ist in diesem Prozess unerlässlich. Der Austausch mit anderen Betroffenen in Selbsthilfegruppen und die Inanspruchnahme von Beratungsangeboten können ebenfalls eine große Stütze sein. 

Das Ziel ist es, eine Balance zu finden, in der trotz der Einschränkungen der Demenz ein erfülltes Leben möglich ist. Es geht darum, Wege zu finden, Freude und Lebensqualität aufrechtzuerhalten, und sich dabei auf die positiven Aspekte zu konzentrieren, die trotz der Herausforderungen bestehen bleiben. 

Die Rolle der Angehörigen

Angehörige spielen eine zentrale Rolle in der Begleitung und Betreuung von Menschen mit Demenz, eine Aufgabe, die sowohl emotional als auch physisch herausfordernd sein kann. Dieser Abschnitt beleuchtet die Herausforderungen, mit denen sich Angehörige konfrontiert sehen, und zeigt Ansätze auf, wie sie im Zuge einer Demenzerkrankung sowohl für die Erkrankte oder den Erkrankten als auch für sich selbst sorgen können. 

Die Pflege eines Menschen mit Demenz kann eine enorme emotionale Belastung darstellen. Angehörige sehen sich oft mit Gefühlen der Traurigkeit, Frustration und Hilflosigkeit konfrontiert, während sie gleichzeitig versuchen, als starke Unterstützung für den Erkrankten zu wirken. Neben der emotionalen Belastung erfordert die Pflegeverantwortung auch eine erhebliche Zeit- und Energieinvestition, die die eigene Gesundheit und das Wohlbefinden beeinträchtigen können. 

Um sowohl für die Erkrankte oder den Erkrankten als auch für sich selbst sorgen zu können, ist es wichtig, ein Gleichgewicht zu finden. Angehörige sollten darauf achten, regelmäßig Pausen einzulegen und Zeit für eigene Interessen und ausreichend Erholung zu finden. Es ist von großer Bedeutung, rechtzeitig die eigenen Grenzen zu erkennen und Hilfe anzunehmen, sei es durch andere Familienmitglieder, professionelle Pflegedienste oder Unterstützungsgruppen. 

Darüber hinaus sollten Angehörige darauf achten, ihre eigene körperliche und geistige Gesundheit im Auge zu behalten. Regelmäßige Bewegung, eine ausgewogene Ernährung und ausreichend Schlaf sind ebenso wichtig wie der Austausch mit Freund:innen und der Zugang zu psychologischer Unterstützung, sofern nötig. 

Die Rolle der Angehörigen bei der Pflege von Menschen mit Demenz ist anspruchsvoll, doch die Aufrechterhaltung einer Balance zwischen Unterstützung für die betroffene Person und Selbstfürsorge kann diese Herausforderung bewältigbar machen. Es geht darum, Mitgefühl und Fürsorge mit Selbstfürsorge und persönlichen Grenzen zu vereinen. 

Ein junger Mann und ein älterer Mann schauen sich gerade Fotos zusammen an.

Umgang mit dem/der demenzerkrankten Partner:in 

Die Feststellung einer Demenzerkrankung bei dem/der eigenen Partner:in stellt nicht nur für ihn/sie, sondern auch für einen selbst eine enorme Herausforderung dar. Der Schock über die Diagnose wirbelt das gewohnte Zusammenleben und die vertrauten täglichen Rituale durcheinander. Anfängliche Gefühle von Frustration und Enttäuschung sind dabei völlig normal, da sich das gewohnte Leben in vielen Fällen grundlegend verändert. Ein tieferes Wissen über die Krankheit zu erlangen, ist ein wichtiger Schritt, um den Alltag trotz Demenz gemeinsam zu meistern und weiterhin wertvolle Momente zusammen zu erleben. [1] 

Tipps zum Umgang mit Demenz in einer Partnerschaft 

  • Entwickeln Sie neue Formen der Kommunikation und verstärken Sie den Einsatz von Mimik, Gestik oder Berührungen. 
  • Bewahren Sie gemeinsame Rituale, wie etwa morgendliche Spaziergänge oder gemeinsames Musikhören nach dem Mittagessen. [1] 

Umgang mit demenzerkrankten Eltern 

Wenn ein Elternteil an Demenz erkrankt, kann dies für Kinder sehr belastend sein. Oft kommt es dabei zu einem Rollenwechsel, bei dem die Kinder die Pflegeverantwortung der Eltern übernehmen. Diese Umkehrung erfolgt meistens ganz natürlich und wird von vielen als selbstverständlich angesehen. Konflikte können jedoch entstehen, insbesondere wenn der erkrankte Elternteil unverblümt alte Konflikte ausder Vergangenheit anspricht. [1] 

Auch die Übernahme der Körperpflege pflegebedürftiger Eltern durch ihre Kinder kann mit Schwierigkeiten verbunden sein. Es ist nicht unüblich, dass sowohl Erkrankte als auch Pflegende in diesem Zusammenhang Schamgefühle empfinden. Die Bewältigung dieser umgekehrten Rollenverteilung stellt somit oft eine Herausforderung dar. [1] 

Tipps zum Umgang mit demenzerkrankten Eltern 

  • Bewahren Sie Ruhe und gehen Sie nicht auf Vorwürfe ein. 
  • Behalten Sie im Hinterkopf, dass das Verhalten Ihres an Demenz erkrankten Elternteils oft krankheitsbedingt ist. 
  • Erwägen Sie die Inanspruchnahme eines Psychologen oder einer Psychologin, falls es zu häufigen verbalen Übergriffen oder Aggressionen kommt. 
  • Nutzen Sie externe Hilfe wie ambulante Pflegedienste oder Alltagsbetreuung, um sich selbst zu entlasten und Schamgefühlen entgegenzuwirken. 
  • Fördern Sie den Austausch innerhalb der Familie, um gemeinsame Lösungen zu finden und gegenseitige Unterstützung zu gewährleisten. 
  • Nutzen Sie finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten wie Verhinderungspflege oder den Entlastungsbetrag, die bei einem vorhandenen Pflegegrad beansprucht werden können. [1] 

Eine junge Frau kümmert sich um einen älteren Mann.

 Hilfe und Unterstützung finden 

Nach der Diagnose einer Demenz ist es für Betroffene und ihre Angehörigen essentiell, geeignete Unterstützung zu finden. Dieser Abschnitt beschäftigt sich mit den verfügbaren Hilfsangeboten und Dienstleistungen, die den Alltag erleichtern und die Lebensqualität verbessern können. 

Ein wesentlicher Teil der Unterstützung kann von professionellen Dienstleistern wie HeldYn kommen, die spezialisierten Leistungen wie Demenzbegleitung anbieten. Diese Dienste können eine bedeutende Entlastung darstellen – sowohl für die erkrankte Person selbst als auch für die pflegenden Angehörigen. Demenzbegleiter: innen von HeldYn sind darin geschult, auf die individuellen Bedürfnisse von Menschen mit Demenz einzugehen und ihnen aktivierende und erhaltende Unterstützung zu bieten. Sie verstehen die Herausforderungen der Krankheit und können maßgeschneiderte Betreuung und Beratung anbieten, die den Alltag erleichtern und das Wohlbefinden steigern.  

Neben professioneller Unterstützung gibt es auch eine Vielzahl von Ressourcen und Informationsquellen, die wertvolle Hilfestellungen bieten. Lokale Selbsthilfegruppen und Beratungsstellen können sowohl Betroffenen als auch Angehörigen einen Raum zum Austausch und zur emotionalen Unterstützung bieten. Online-Plattformen und Informationsportale bieten ebenso umfangreiche Informationen und praktische Tipps für den Umgang mit der Krankheit. 

Die Inanspruchnahme dieser Hilfsangebote kann einen signifikanten Unterschied im Umgang mit Demenz bewirken. Sie ermöglichen es, die Herausforderungen der Krankheit besser zu bewältigen und tragen dazu bei, weiterhin ein möglichst selbstbestimmtes und erfülltes Leben zu führen.  

Pflege und Betreeung zu Hause - Heldyn

Emotionale und alltägliche Herausforderungen bei Demenz für Patient:innen und Angehörige 

Patient:innen und Angehörige 

Demenz stellt sowohl für die Betroffenen als auch für deren Angehörige eine tiefgreifende Herausforderung dar. Emotional führt die Erkrankung oft zu Veränderungen in der Persönlichkeit und im Verhalten der Patient:innen, was sich in Form von Ängsten, Wahnvorstellungen oder Depressionen äußern kann. In einigen Fällen kommt es auch zu aggressiven Verhaltensweisen. Diese Veränderungen können für die Angehörigen schwer zu verstehen und zu bewältigen sein. [1] 

Auf der emotionalen Ebene erleben Angehörige häufig Gefühle von Trauer und Verlust, da die erkrankte Person sich zunehmend verändert und sich das gewohnte Verhältnis wandelt. Es entsteht oft ein Gefühl des Verlusts der einstigen Persönlichkeit des geliebten Menschen. Dies kann zu Konflikten und Spannungen in der Beziehung führen und die emotionale Belastung erhöhen. 

Im Alltag sehen sich Angehörige mit der Notwendigkeit konfrontiert, neue Routinen und Strategien zu entwickeln, um den Bedürfnissen der erkrankten Person gerecht zu werden. Alltägliche Aufgaben wie Einkaufen, Kochen oder die Körperpflege können zu einer Herausforderung werden. Darüber hinaus erfordert die ständige Anpassung an die sich verändernden Fähigkeiten der Demenzerkrankten ein hohes Maß an Flexibilität und Geduld. 

Für Patient:innen mit Demenz können die Veränderungen ihrer Fähigkeiten und des gewohnten Umfelds zu Verwirrung und Frustration führen. Sie haben Schwierigkeiten, sich an die neuen Lebensumstände anzupassen, was zu einer erhöhten emotionalen Belastung führt. Diese Entwicklung kann sich beispielsweise in der Interaktion mit der Umwelt und in der Beziehung zu Angehörigen niederschlagen. 

Die Inanspruchnahme professioneller Hilfe, wie Pflegedienste oder Beratungsangebote, kann für Angehörige eine wichtige Entlastung bewirken. Zudem ist der Austausch mit anderen Betroffenen und der Aufbau eines Unterstützungsnetzwerks von großer Bedeutung. Diese Maßnahmen helfen dabei, Strategien zu entwickeln, um mit den emotionalen und alltäglichen Herausforderungen umzugehen und die Lebensqualität für alle Beteiligten zu erhalten. 

Leben mit Demenz: Anpassungen und positive Aspekte 

Das Leben mit Demenz erfordert Anpassungen für die Betroffenen und ihre Angehörigen gleichermaßen. Der folgende Abschnitt widmet sich den notwendigen Veränderungen im Alltag und beleuchtet auch die positiven Aspekte, die trotz der genannten Herausforderungen bestehen können.  

Anpassungen im Alltag 

  • Mit fortschreitender Demenz werden Anpassungen im täglichen Leben unumgänglich. Dies kann die Umgestaltung des Wohnraums zur Erhöhung der Sicherheit beinhalten, wie das Entfernen von Stolperfallen oder das Anbringen von zusätzlichen Handgriffen. [2] 
  • Routinen und Strukturen gewinnen an Bedeutung, da sie Orientierung bieten und das Wohlbefinden steigern. Einfache, wiederkehrende Tätigkeiten können Sicherheit vermitteln und zur Erhaltung der kognitiven Fähigkeiten beitragen. [2] 

Förderung der Selbstständigkeit 

  • Trotz der Einschränkungen ist es wichtig, die Selbstständigkeit der Betroffenen so lange wie möglich zu erhalten. Dies kann durch angepasste Aktivitäten geschehen, die den Fähigkeiten und Interessen der Person entsprechen. [2] 
  • Die Einbindung in alltägliche Entscheidungen und Tätigkeiten fördert das Selbstwertgefühl und die Lebensqualität. [2] 

Positive Aspekte erkennen 

  • Trotz der Schwierigkeiten, die Demenz mit sich bringt, gibt es auch positive Aspekte. Viele Betroffene erleben eine intensivere Nähe und Verbundenheit mit ihren Familien und Freunden.[2] 
  • Demenz kann auch zu einer veränderten, oft positiveren Wahrnehmung des Lebens führen, in der kleine Freuden und Momente des Glücks mehr geschätzt werden. [2] 

Kreative und therapeutische Ansätze 

  • Kreative Aktivitäten wie Kunst, Musik oder Gartenarbeit können therapeutisch wirken und Freude sowie ein Gefühl von Erfüllung vermitteln. [2] 
  • Therapieformen wie Musiktherapie oder Erinnerungstherapie können das Wohlbefinden steigern und die Verbindung zur Umwelt stärken. [2] 

Das Leben mit Demenz ist zweifellos herausfordernd, bietet aber auch Chancen für Wachstum und tiefe menschliche Erfahrungen. Durch Anpassungen und die Fokussierung auf das Positive können Betroffene und ihre Angehörigen Wege finden, die Krankheit mit Würde und Lebensfreude zu begegnen. 

Eine junge Frau isst Frühstück mit ihrer Oma.

Zusammenfassung 

Die Diagnose Demenz markiert einen tiefgreifenden Wendepunkt im Leben der Betroffenen und ihrer Angehörigen, geprägt von emotionaler Verunsicherung und einer Vielzahl von Herausforderungen. Sie löst ein Spektrum von Gefühlen wie Schock, Angst, Trauer und manchmal Verleugnung aus und konfrontiert Familien mit dem Verlust von Erinnerungen und Fähigkeiten des Erkrankten. 

Diese Phase erfordert ein tiefes Verständnis und die Akzeptanz der Krankheit, die durch umfassende Information, emotionale Unterstützung und die Entwicklung neuer Routinen im Alltag erreicht werden kann. Die Bewältigung der Krankheit beinhaltet den Aufbau eines Unterstützungsnetzwerks, die Inanspruchnahme professioneller Hilfe und den Austausch mit anderen Betroffenen. 

Angehörige, die sich plötzlich in der Rolle der Pflegenden wiederfinden, stehen vor emotionalen und physischen Belastungen. Die Pflege eines Menschen mit Demenz erfordert nicht nur Empathie und Fürsorge, sondern auch die Wahrung eigener Grenzen und die Balance zwischen Unterstützung für den Erkrankten und Selbstfürsorge. 

Die Erstdiagnose Demenz ist ein emotionaler Wirbelwind, der von einer Schockphase gefolgt wird und schließlich in eine Akzeptanzphase übergeht. In diesem Prozess werden neue Wege gefunden, um trotz der Herausforderungen ein erfülltes Leben zu führen. Dies beinhaltet die Anpassung des Alltags, die Förderung der Selbstständigkeit des Betroffenen und das Erkennen positiver Aspekte, wie die intensivere Verbundenheit mit Familie und Freunden. 

Das Leben mit Demenz birgt sowohl Herausforderungen als auch Chancen für persönliches Wachstum und emotionale Reifung. Durch Kreativität, therapeutische Ansätze und die Fokussierung auf positive Aspekte können Betroffene und ihre Angehörigen die Krankheit mit Würde und Lebensfreude bewältigen. 

FAQ

1. Wie verändert die Demenzdiagnose das Leben von Betroffenen und Angehörigen?

Die Diagnose Demenz ist ein einschneidender Moment, der sowohl für Betroffene als auch für Angehörige tiefgreifende Veränderungen mit sich bringt. Sie führt zu emotionaler Verunsicherung und stellt Familien vor Herausforderungen, die sich in Gefühlen wie Schock, Angst, Trauer und Verleugnung äußern können.

2. Welche emotionalen Auswirkungen hat Demenz auf Familienmitglieder und nahestehende Personen?

Familienmitglieder und nahestehende Personen sind emotional stark betroffen, wenn sie sich plötzlich in der Rolle der Pflegenden und Unterstützenden wiederfinden. Dies kann zu emotionalen und physischen Belastungen führen, da sie mit dem Verlust von Erinnerungen, Fähigkeiten und einem Teil der Identität des Erkrankten konfrontiert werden.

3. Was umfasst der Prozess der Akzeptanz der Diagnose Demenz?

Die Akzeptanz der Diagnose ist ein schrittweiser Prozess, der Anpassungen im täglichen Leben erfordert und von Trauer über den Verlust der gewohnten Lebensweise begleitet wird. Es geht darum, neue Routinen zu entwickeln und positive Ansätze zu finden, um mit den Herausforderungen umzugehen und Lebensfreude zu erhalten.

4. Wie kann man als Angehöriger mit den Herausforderungen der Pflege umgehen?

Angehörige sollten auf ein Gleichgewicht zwischen der Pflege des Erkrankten und der eigenen Selbstfürsorge achten. Regelmäßige Pausen, die Inanspruchnahme von Hilfe und der Austausch mit anderen Betroffenen sind wichtige Schritte, um die eigenen Grenzen zu wahren und die Pflegeaufgabe bewältigen zu können.

5. Welche Unterstützungsmöglichkeiten gibt es für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen?

Professionelle Dienstleister, wie spezialisierte Demenzbegleiter, können eine wichtige Unterstützung bieten. Darüber hinaus sind Selbsthilfegruppen, Beratungsangebote und Informationsquellen wesentlich, um mit den Herausforderungen der Krankheit umzugehen und ein möglichst selbstbestimmtes Leben zu führen. 

Quellen: 

[1] Rosenberg, M. & Münzenhofer, T. (2022). Umgang mit Demenz: Tipps für Angehörige. https://www.pflege.de/krankheiten/demenz/umgang/ (Abgerufen 17.01.2024) 

 

[2] Jedermann. (2019). Umgang mit Menschen mit Demenz – 13 Tipps. https://www.jedermann-gruppe.de/tipps-demenz-umgang/ (Abgerufen 17.01.2024) 

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